Die Wilhelm Büchner Hochschule (vormals PFFH Darmstadt) hat Fernstudium-Infos.de Informationen über einige Studierende zur Verfügung gestellt, die Ihr Fernstudium ohne vorhergehende Hochschulreife in Angriff genommen haben.
Frank Gröhl
Frank Gröhl, Jahrgang 1975, ist ausgebildeter Energieelektroniker, Fachrichtung Anlagentechnik. Er arbeitet seit zehn Jahren bei der Deutschen Bahn, derzeit als Signalmechaniker im Bahnübergangs-Instandhaltungstrupp (BiB). In dieser Position ist Frank Gröhl für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Bahnübergängen verantwortlich.
Er ist ein ehrgeiziger Mensch und beruflicher Erfolg ist ihm sehr wichtig. Aus diesem Grund legte er 2002 die Prüfung zum IHK-Meister für Leit- und Sicherungstechnik ab. Der nächste Schritt auf der Karriereleiter war für ihn der Abschluss als Diplom-Ingenieur. Daher begann Frank Gröhl 2003 an der Wilhelm Büchner Hochschule ein Studium zum Diplom-Ingenieur Elektrotechnik. Obwohl er kein Abitur hat, war dies ohne Weiteres möglich: Mit seinem Abschluss als Meister und der langjährigen Berufserfahrung erfüllte er die Zugangsvoraussetzungen für ein Hochschulstudium in Hessen. „Die Möglichkeit, auch ohne Abitur studieren zu können, war für mich einer der Hauptgründe bei der Entscheidung für die Wilhelm Büchner Hochschule.“ Als bei ihm die Entscheidung für ein Studium gefallen war, sammelte er zunächst Informationsmaterial. „Ich habe zu Beginn auch Informationen zum Vollzeitstudium eingeholt, denn die Doppelbelastung Arbeit und Studium schreckte mich anfangs ab.“ Schließlich entschied er sich doch zugunsten eines Fernstudiums. „Ich wollte auch während des Studiums finanziell unabhängig sein. Ein berufsbegleitendes Studium ist da die beste Wahl“, so Gröhl weiter.
Das Lernen beschränkt sich bei Frank Gröhl weitgehend auf die Wochenenden. Zudem hat ihm sein Arbeitgeber jährlich fünf Tage Sonderurlaub für die Weiterbildung eingeräumt, die Frank Gröhl beispielsweise für die Präsenzphasen nutzt. Zusätzlich hat er mit seinem Arbeitgeber bis 2008 Teilzeitarbeit vereinbart, um Studium und Beruf besser unter einen Hut zu bringen. Finanziell wird Frank Gröhl von der „Regierungsrat Paul Mayer Stiftung“ unterstützt (www.rpm-stiftung.de). Diese gemeinnützige Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, leistungsstarke und engagierte Nachwuchsführungskräfte zu fördern und bei der beruflichen Weiterentwicklung finanziell zu unterstützen.
Frank Gröhl empfindet das Studium ohne Abitur als herausfordernd. „Mit Abitur wäre es an einigen Stellen sicher leichter.“ Er kann aber auf jeden Fall diesen Weg zum Hochschulabschluss weiterempfehlen. „Man sollte sich allerdings von vornherein bewusst sein, dass man in ein Fernstudium viel Zeit investieren muss“, rät Frank Gröhl.
Andreas Bohn
Auch Andreas Bohn (Jahrgang 1968) hat sich für ein Studium an der Wilhelm Büchner Hochschule entschieden. Er arbeitet derzeit als Manufacturing Technician bei AMD in Dresden. Dabei ist er für die Wartung der Anlagen zur Waferproduktion zuständig. In der Praxis hat Andreas Bohn daher mit einem breiten Spektrum an Tätigkeitsfeldern zu tun: Von Elektronik und IT bis hin zu Mechanik und Pneumatik. Vor seinem Einstieg bei AMD 1999 absolvierte der ausgebildete Mechaniker und Elektronikfacharbeiter eine Umschulung zum Mikrotechnologen. 2004 holte Andreas Bohn bei AMD seinen Abschluss als Techniker nach, um als Wartungstechniker arbeiten zu können. Um seine berufliche Perspektive zu verbessern und seine Karrierechancen zu erhöhen, studiert Andreas Bohn seit Oktober 2005 Mechatronik an der Wilhelm Büchner Hochschule. „Mein Ziel war, auch ohne Abitur einen Ingenieursabschluss zu erlangen. Da gab es von vornherein nur wenige Alternativen“, erläutert Andreas Bohn. Er erfüllte aufgrund seiner Technikerausbildung die Hochschulzugangsvoraussetzung in Hessen. „Ich habe in den ersten Semestern zahlreiche Klausuren und Belegarbeiten beispielsweise zu Werkstoffkunde, Mathematik oder Elektrotechnik absolviert“, so Andreas Bohn weiter. Auch er hat sich bewusst für das Fernstudium entschieden. Denn ein Ausstieg aus dem Beruf war für ihn undenkbar. Auf die Wilhelm Büchner Hochschule wurde er durch eine gezielte Internetrecherche nach Ingenieursstudiengängen im Bereich Mechatronik aufmerksam.
Zudem hat ihn das Konzept der Wilhelm Büchner Hochschule überzeugt. Dazu zählt die freie Zeiteinteilung während des Studiums. Denn jeder Studierende entscheidet selbst, wie schnell er studiert und wann er Klausuren und Prüfungen ablegt. So lassen sich die Semester sowohl individuell verkürzen als auch verlängern. Zudem sind bei der Wilhelm Büchner Hochschule nur wenige Präsenzphasen von Nöten. „Da Präsenzphasen für den Studierenden immer mit Übernachtungskosten verbunden sind, kommt mir das Angebot der Wilhelm Büchner Hochschule sehr entgegen. Außerdem ist es gerade bei Schichtarbeit nicht so einfach, Urlaub zu nehmen“, erläutert Andreas Bohn. Neben seiner täglichen Arbeit bei AMD investiert er pro Woche etwa 25 Stunden in das Fernstudium. Hinzu kommen die Präsenzaufenthalte, die ihn derzeit zwei Mal im Jahr jeweils drei bis vier Tage nach Pfungstadt bei Darmstadt führen.
Andreas Bohn spricht eine Empfehlung für das Fernstudium ohne Abitur aus: „Mit entsprechender Energie und Ausdauer ist ein solches Studium auf jeden Fall machbar. Wichtig sind aber Durchhaltevermögen und sehr gutes Zeitmanagement.“
Sabine Tüting
Die Möglichkeit, ohne Abitur studieren zu können, war auch für Sabine Tüting einer der entscheidenden Gründe für die Wilhelm Büchner Hochschule. Sie arbeitet seit fünf Jahren in der Leitungssicherungstechnik der DB Projektbau GmbH und ist dort an der Planung von Projekten beteiligt. Die Energieanlagen-Elektronikerin hat ihren Beruf von der Pike auf gelernt und sich ständig weiterqualifiziert. Unter anderem hat sie die so genannte Beamtenausbildung absolviert. Seit 2003 studiert Sabine Tüting im Diplomstudiengang Elektrotechnik und hofft, Mitte 2008 ihren Abschluss in der Tasche zu haben.
Da es für sie aus Zeitgründen nicht in Frage kam, das Abitur auf der Abendschule nachzuholen, bot die Wilhelm Büchner Hochschule die perfekte Alternative. „Für mich bedeutet die Möglichkeit, ohne Abitur studieren zu können, vor allem eine große Zeitersparnis“, sagt die 41-Jährige. Sabine Tüting legte während der ersten Semester ihres Studiums mehrere schriftliche Prüfungen in Elektrotechnik, Mathematik, Werkstoffkunde sowie Physik ab. Ergänzt wurden diese durch eine mündliche Prüfung. Inhalte dieser Prüfung waren Themengebiete aus der Elektrotechnik. Der Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung verlief ohne Probleme.
Sabine Tüting nahm den Diplom-Studiengang Elektrotechnik in Angriff, um eine Prüfbefähigung zu erlangen. Das heißt, um im Rahmen ihrer Tätigkeit auch Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik abnehmen zu können. Ihr Ziel war es darüber hinaus, ihre berufliche Perspektive zu verbessern und ihren Arbeitsplatz zu sichern. Sie verspricht sich als Diplom-Ingenieurin bessere Karrierechancen bei der Deutschen Bahn. Aus diesen Gründen entschied sich Sabine Tüting für das Studium an der Wilhelm Büchner Hochschule. Auf die Hochschule stieß sie durch einen Artikel in einer Mitarbeiterzeitschrift der Bahn. Nachdem sie weitere Informationen über Internetrecherche und eine direkte Beratung an der Wilhelm Büchner Hochschule eingeholt hatte, fiel die Entscheidung.
Pro Woche investiert Sabine Tüting etwa 20 Stunden in das Studium. Klausuren absolviert sie in Pfungstadt und in Dresden an der Technischen Universität, einem Partner der Wilhelm Büchner Hochschule. Großer Vorteil dabei ist, dass sie Klausuren mit den Präsenzphasen koppeln kann und so nur wenig Urlaub investieren muss. „Aus meiner Sicht ist einer der entscheidenden Vorteile des Studiums an der Wilhelm Büchner Hochschule, dass sich die Präsenzaufenthalte kompakt organisieren lassen.“ Als weiteren Vorteil sieht die Elektrotechnikerin an, dass die Studierenden das Tempo des Studiums selbst bestimmen können – je nachdem, wie es die Arbeitssituation gerade erlaubt und wie viel Zeit der Studierende für das Lernen investieren kann.
Sabine Tüting empfiehlt den von ihr gewählten Bildungsweg in ihrem Unternehmen aktiv weiter und wird von ihrer Personalabteilung oft als Ansprechpartnerin angeboten. Ausdauer und Fleiß sind aus ihrer Sicht die wichtigsten Voraussetzungen für ein solches Fernstudium. „Insbesondere wenn man Familie hat, ist es oft nicht einfach, neben der Arbeit noch Zeit für´s Studium zu haben. Daher ist es wichtig, dass auch die Familie dahinter steht und das Projekt ‚Hochschulabschluss’ unterstützt.“
Ursula Friede
Ursula Friede (Jahrgang 1975) absolvierte nach ihrem Realschulabschluss eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau und arbeitete danach unter anderem als Schadensmanagerin. Im Rahmen eines Abendstudiums bildete sie sich zur Versicherungsfachwirtin weiter. Ihr Ziel war jedoch eine Tätigkeit im Bereich Informatik. „Ich stellte nach meiner Ausbildung zur Versicherungskauffrau fest, dass ich lieber in einem technischen Beruf arbeiten möchte. Die Informatik war für mich genau die richtige Verbindung zwischen prozessorientiertem Denken und Technik“, erläutert Ursula Friede. Allerdings sah sie anfangs keine Möglichkeit, ohne Hochschulreife einen Diplom-Abschluss zu erlangen. „Natürlich habe ich überlegt, das Abitur an einem Abendgymnasium nachzuholen. Dies wäre jedoch sehr langwierig gewesen und hätte mich drei weitere Jahre von meinem Ziel entfernt“, so Ursula Friede. Das Angebot der Wilhelm Büchner Hochschule, ein Hochschulstudium zur Diplom-Informatikerin auch ohne Abitur zu absolvieren, war daher genau das Richtige für Ursula Friede. 2002 begann sie das Studium an der Wilhelm Büchner Hochschule im Diplomstudiengang Informatik. Diesen schloss sie im Juni 2007 erfolgreich als Diplom-Informatikerin ab.
Um auch ohne Hochschulreife studieren zu können, musste Ursula Friede nach zwei Semestern Gaststudium an der Wilhelm Büchner Hochschule die offizielle Hochschulzugangsprüfung (HZP) in Hessen ablegen. „Respekt hatte ich vor allem vor Mathematik, da ich an der Realschule noch nie etwas von Integral- oder Differenzialrechnung gehört habe. Die intensive Tutorenbetreuung auch abends und an den Wochenenden hat mir jedoch sehr geholfen, genauso wie der Kontakt zu meinen Kommilitonen via Online-Campus und die gut aufbereiteten Studienmaterialien“, resümiert Ursula Friede. So fühlte sie sich gut auf die HZP vorbereitet. Zudem wurden Leistungen aus ihrem Studium auf die HZP teilweise angerechnet und sie konnte ohne Zeitverlust direkt im dritten Semester weiterstudieren.
Bereits während ihres Studiums trat Ursula Friede eine Stelle als Datenverarbeitungs-Koordinatorin an. Für diesen Beruf wäre eigentlich ein Diplomabschluss Voraussetzung. Aufgrund ihres Informatik-Studiums sowie ihrer umfangreichen Berufserfahrung erhielt sie die Chance, diesen Beruf schon vor dem Diplom auszuüben.
Ursula Friede arbeitet seit ihrem Abschluss in Schottland als Test-Analyst bei einer Versicherung. „Ohne den Hochschulabschluss wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Ich empfehle jedem ohne Abitur, der von einer Karriere in der Informatik oder als Ingenieur träumt, das Studium an der Wilhelm Büchner Hochschule anzugehen. Es ist wirklich zu schaffen, auch ohne Abitur – und ein beruflicher und persönlicher Traum kann Wirklichkeit werden.“
Mehr Infos zur Wilhelm Büchner Hochschule auf Fernstudium-Infos.
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