Theologisches Magister-Studienprogramm auch berufsbegleitend möglich

30. Mai 2007

Kommunikation über Glaube und Kultur in der pluralistischen Gesellschaft: Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt startet neues Studienprogramm

“Kirche und Kultur” heißt ein neues Magister-Studienprogramm, das die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt im kommenden Wintersemester beginnen wird. Das neue Studienprogramm kombiniert ein breites Theologiestudium mit Studienanteilen aus anderen kultur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen der Universität Erfurt. “Die Absolventinnen und Absolventen sollen aus ihrem Wissen über Glaube und Kirche zur Orientierung in einer pluralistischen Gesellschaft und zur Gestaltung gesellschaftlicher Entwicklung beitragen können”, so Dekan Professor Dr. Benedikt Kranemann. Ziel sei es, aus theologischer Perspektive zur Kommunikation über Glaube und Kultur in unterschiedlichen Gesellschaftsfeldern beitragen zu können.

Das Programm wendet sich vor allem an Theologiestudierende, die nach ihrem Studium nicht in klassischen seelsorglichen Bereichen, sondern in Kultur, Politik, Sozialwesen oder Medien arbeiten wollen. Das Studium kann entweder innerhalb von 24 oder berufsbegleitend von 48 Monaten absolviert werden. Das Interesse an dem neuen Studiengang sei groß, so der Dekan. Die späteren Berufswünsche von angehenden Theologinnen und Theologen seien immer vielfältiger. Darauf müsse mit entsprechenden Studienangeboten reagiert werden. Obwohl die Werbung für das neue MA-Programm noch gar nicht richtig begonnen habe, gebe es schon eine Reihe von Interessenten. Die Fakultät will aber nicht nur eine neue Studierendengruppe ansprechen, sondern auch einen neuen Studiengang anbieten, der dem Profil der kultur- und geisteswissenschaftlich ausgerichteten Universität Erfurt in besonderer Weise entspricht. Es handelt sich um ein Studienangebot, das in dieser Form in Deutschland neu ist. Studiendekan Prof. Dr. Michael Gabel erläuterte, dass die Studentinnen und Studenten dieses MA-Programm in besonderem Maße nach ihren individuellen Neigungen und Stärken gestalten können. Gesichert sei ein intensives Theologiestudium, das durch das Studium an anderen Fakultäten, durch Praktika und ein intensives Lektüreprogramm ergänzt werde. Der ohnehin schon breite Bildungshorizont, den ein Theologiestudium verleiht, soll, so die Fakultät, durch dieses Studienprogramm noch einmal geweitet werden. Damit für die Studierenden ein für sie optimaler Studienverlauf gesichert werden kann, ist eine enge Betreuung und Absprache mit Professorinnen und Professoren der Fakultät vorgesehen. Zum Wintersemester wird die Fakultät zudem ein aus Drittmitteln finanziertes Projekt starten, das u.a. für Studierende wie Absolventen der Katholisch-Theologischen Fakultät passende Praktikumsangebote organisiert und ergänzende Studienangebote etwa im Medien- oder Sozialwesen vermittelt. Erste Versuche in dieser Richtung hätten gute Erfolge gezeigt, so der Dekan, deshalb wolle man dieses Angebot jetzt professionell organisieren. Dem MA-Programm “Kirche und Kultur” stelle es eine interessante Komponente an die Seite.

Quelle: Presse-Mitteilung der Universität Erfurt

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