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Datendiebstahl, Hackerangriffe oder illegale Seiten im Internet – wer digitale Spuren von Kriminellen erfassen, analysieren und auswerten will, braucht ganz spezielle Kenntnisse. Diese werden ab dem Wintersemester 2010/2011 berufsbegleitend gelehrt: im deutschlandweit einzigartigen Masterstudiengang Digitale Forensik, einem Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, der Universität Mannheim und der Universität Tübingen.
Der Begriff “Digitale Forensik” oder auch “Computerforensik” hat sich in den letzten Jahren für die kriminaltechnische Sicherung und Verwertung digitaler Spuren durchgesetzt. Unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden macht die Digitale Forensik aus gelöschten und verborgenen Daten Beweise, die vor Gericht Bestand haben. Wie wichtig dieses Gebiet ist, zeigt die zunehmende Anzahl an Straftaten, die mit Mitteln der Informationstechnik verübt werden.
Im neuen Studiengang Digitale Forensik geht es in fünf Semestern um praktisches IT-Grundlagenwissen, Forensikstrategie, Netzwerk- und Datenträgerforensik, IT-Recht und Wirtschaftskriminalität. Zur Zielgruppe gehören IT-Fachleute, Juristen, Beschäftigte bei der Polizei, Mitarbeiter von Beratungsunternehmen oder Banken und alle, die an der Schnittstelle von Recht und Informationstechnik ihre Berufung sehen. Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung. Ihre IT-Kompetenz müssen die Bewerber in einem Eignungstest beweisen.
Kosten und Dauer des Studiums mit dem Abschluss Master of Science richten sich nach den individuellen Vorkenntnissen der Studierenden. Der Unterricht läuft überwiegend im Fernstudium mit vielen Online-Anteilen ab – über Tele-Teaching, Web-Konferenzen, Lehrbriefe und andere Lernformen. Ergänzend dazu gibt es kurze Präsenzphasen in Albstadt, Tübingen und Mannheim.
Der innovative Studiengang Digitale Forensik wird durch das Programm “Master-Online” des Landesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert und über einen Zeitraum von drei Jahren aus Mitteln der Landesstiftung Baden-Württemberg finanziert. Partner aus Wirtschaft, Industrie und Verwaltung unterstützen das Projekt.
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