Nach dem Studium auf zu neuen Ufern: Von der Fernstudentin zur Unternehmerin

25. März 2008

Im November 2007 hat Fernstudium-Infos.de Andrea Wistuba interviewt – eine Absolventin der Euro-FH, die seinerzeit an Ihrer Doktorarbeit geschrieben hat. Mittlerweile hat sie sich mit einem Beratungsunternehmen selbstständig gemacht und da es immer wieder Fragen gibt, was aus den Absolventinnen und Absolventen wird, habe ich Andrea Wistuba um einen Artikel gebeten, wie es nach dem Interview weiter gegangen ist. Hier ihr Bericht.

Nach Abschluss meines Studiums der Europäischen Betriebswirtschaftslehre an der Euro-FH im Mai 2007 standen zunächst noch sieben Monate geistiger Arbeit auf dem Programm: Meine Doktorarbeit, die ich aufbauend auf meinen ersten Studienabschluss in Wirtschaftsgeographie erstellte, wurde bis Weihnachten 2007 in ihrer Rohfassung fertiggestellt. Hierzu analysierte ich im Sommer 2007 verschiedene größere Sportevents, führte umfassende Besucher- und Expertenbefragungen zu den Vermarktungspotenzialen dieser Sportveranstaltungen durch und wühlte mich durch Berge aktueller Literatur.

Als dann das Manuskript zum Jahresende endlich fertig gestellt war, folgte der nächste, zukunftsweisende Schritt: Bewerben oder selbstständig machen?

In der Tat hatte ich während meiner Studienzeit, die ich mir fast komplett eigenfinanzierte, bereits auf Honorarbasis gearbeitet. Ich schätzte daran die Eigenverantwortlichkeit, die Chance, meine Arbeitszeit effektiver zu gestalten als dies in Angestelltenverhältnissen üblich ist. Dass eine Absicherung beispielsweise im Krankheitsfall dabei nicht gegeben ist, stört mich nicht so sehr: Durch die Notwendigkeit, arbeitsfähig zu sein, bin es gewohnt, sorgsam mit meiner Gesundheit umzugehen: Gesunde Ernährung, kaum Alkohol, kein Tabak und regelmäßig Bewegung sind die Grundzutaten, die mich schon im Studium fit hielten. Als Selbstständiger weiß man, wie wichtig diese Ressource ist.

Während der Arbeit an der Dissertation zum Sporteventmanagement entstand als „Nebenprodukt“ eine Studie, inwiefern Anbieter von Sportprodukten, Freizeit- und Fitnessanlagen sowie Tourismusorganisationen Support für ein effektives Management benötigen. In diesen Bereichen tut sich gegenwärtig eine Menge: Waren diese Wirtschaftsbereiche vormals häufig in öffentlicher Hand, so schreitet deren Privatisierung derzeit rasch voran. Zudem müssen immer mehr Freizeitangebote dem internationalen Vergleich standhalten. Kurzum: Der Markt wird härter und insbesondere das Marketing, die Zielgruppenfokussierung und Wahl der geeigneten Kommunikationskanäle bedürfen einer professionellen und marktgerechten Planung wie auch Umsetzung.

Mit diesem Thema beschäftigte ich mich bereits im Jahr 2001, als ich damals an der Universität Münster meinen Schwerpunkt in Wirtschaftsgeographie wählte und verschiedenen Studienprojekte hierzu bearbeitete.
Die Entscheidung, trotz dieser Erfahrungen einen grundsoliden Abschluss in BWL zu erzielen, bereue ich auf gar keinen Fall: Erst durch die vermeintlich „trockenen“ Inhalte wie Rechnungswesen, Recht oder Europapolitik bin ich nun in der Lage, die individuelle betriebliche Situation in ihren Gesamtkontext einzuordnen und hieraus schlüssige Marketingstrategien zu entwickeln.

Von Vorteil ist sicherlich, dass ich trotz des Studiums seit 2001 kontinuierlich auch praktische Erfahrungen im Bereich des Sport- und Freizeitmanagements gesammelt habe – dies ist eben auch nur parallel zu einem Fernstudium in diesem Umfang möglich!

Insgesamt merke ich nun – in der Gründung meiner spezialisierten Unternehmensberatung – deutlich, welche Vorteile mir hierbei durch die bewusste Wahl des Fernstudiums an der Euro-FH als notwendige Qualifikation zugute kommen:
der Zeitfaktor: Neben dem Studium, dass effizient ohne Semesterferien ganzjährig lief, konnte ich weitere berufliche Erfahrungen sammeln
das Basiswissen der BWL, ohne das heutzutage kein Management mehr möglich ist: Sei es die Erstellung meines Businessplans, der Aufbau meiner Website, die Vertragsgestaltung: All dies konnte ich aufgrund des im Studium erworbenen Wissens in Eigenregie durchführen und habe so meine Anfangsinvestition gering gehalten

die so genannten „Soft Skills“, die als Unternehmerin unabdingbar sind: Sich selbst organisieren, motivieren, aus eigenem Antrieb Kontaktnetze knüpfen – all dies war mir aus meinem Fernstudium an der Euro-FH bereits vertraut und verringerte die „Barriere“, den Sprung ins kalte Wasser der Selbstständigkeit zu wagen!

Und nicht zuletzt ein rein steuerrechtlicher Aspekt: Durch den Abschluss meines Studiums habe ich die notwendige Qualifikation erworben, um im Status der Freiberuflerin tätig zu werden – es fällt also keine Gewerbesteuer für meine Unternehmensberatung an!

Wie mir der Präsident der Euro-FH, Herr Prof. Dr. Jens-Mogens Holm, während der letzten Absolventenfeier der Euro-FH berichtete, gibt es eine ganze Reihe Studierender, die selbstständig tätig sind. Hieran zeigt sich, dass das Studium nicht nur für das Papier, auf dem der Abschluss bescheinigt wird, wertvoll ist, sondern seinem Anspruch auf eine echte fachliche (Weiter-)Qualifikation gerecht wird.
Während in manchen Personalbteilungen größerer Unternehmens derzeit noch eine gewisse Skepsis gegenüber Bachelor- und Masterabsolventen zu spüren ist, weiß ein studierender Unternehmer recht gut, welchen Nutzen er aus seiner Ausbildung zieht.
Für mich und meinen Schritt ins Unternehmertum kann ich die Entscheidung für ein Fernstudium daher nur gutheißen!

Das Beratungsunternehmen von Andrea Wistuba heißt “Premium Consulting Concepts Andrea Wistuba – Solutions for Sport, Travel and Leisure Industry”. Auf ihrer Homepage gibt es weitere Infos: www.premium-cc.com

Mehr Infos, Artikel und Interviews zur Euro-FH auf Fernstudium-Infos.de.

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