Die OU Business School sprach mit zehn deutschen MBA-Alumni, die in den letzten fünf Jahren an der britischen Fernhochschule ihren MBA gemacht haben und fragte, ob ihr MBA-Studium rückblickend als Motor für ihre Karriere diente.
Obwohl die befragte Anzahl von Ehemaligen nicht repräsentativ ist, zeigt das Ergebnis einen eindeutigen Trend: Mit der Ausnahme von zwei Führungskräften wechselten alle Befragten ihre Stelle oder stiegen in der Unternehmenshierarchie auf, die meisten schon während ihres MBA-Studiums.
Thomas Verneville, Entwicklungsleiter eines internationalen Unternehmens, absolvierte seinen MBA im Jahr 2003 an der britischen Universität. „Mein Gehalt hat sich um rund 60 Prozent gesteigert. Schon während meines Studiums habe ich meine Stelle gewechselt. Vom reinen Produktingenieur bin ich ins Entwicklungsmanagement aufgestiegen. Meine heutige Arbeit umfasst sowohl technische Aspekte als auch Human Resource Management, Marketing, sowie Projekt- und Account Management“, sagt Thomas Verneville, der mit einer Promotion, an der er zur Zeit arbeitet, die Karriereleiter noch höher erklimmen möchte. Auch für Dr. Thomas Köhler hat sich der MBA gelohnt: “Als ich bei der OU Business School anfing, arbeitete ich als Rechnungsprüfer. Inzwischen bin ich vom Junior Projektmanager zum Programmmanager bis zum Abteilungsleiter aufgestiegen. Ich glaube, dass ich mindestens die Hälfte meines beruflichen Erfolgs den Kenntnissen verdanke, die ich mir im Studium an der OU angeeignet habe“, sagt der Abteilungsleiter für IT-Entwicklungs- und Wartungsprojekte bei der Deutschen Post IT-Services in Bonn. Nachdem der 37-Jährige mit Bravour seinen MBA gemacht hatte, promovierte er zum Doctor of Business Administration (DBA).
Die berufliche Laufbahn von Alumnus Dr. med. Nils Clausnitzer verdeutlicht, dass die Zusatzqualifikation mit den drei Buchstaben auch für Mediziner Sinn macht. Der Radiologe, der als stellvertretender Geschäftsführer als General Manager Medical Service bei einem großen Medizingerätehersteller in Hamburg beschäftigt war und im Jahr 2006 seinen MBA an der OU Business School absolvierte, wurde Anfang dieses Jahres Geschäftsführer der Abbott Diagnostics Deutschland. „Das Studium an der OU Business School war für mich eine wertvolle Erfahrung, ich nutze das Wissen täglich bei meiner Arbeit. Die drei Akkreditierungen sind inzwischen bei fast allen Personalern bekannt, so dass ein Studium an der OU auch bei Jobwechsel als erstklassige Qualifikation angeführt werden kann“, erklärt Clausnitzer.
Ein MBA–Programm kann auch sinnvoll sein, wenn man das im Erststudium wissenschaftlich Erlernte in einer Post-Graduierten-Phase an praktischen Beispielen vernetzt vertiefen möchte. „Unser berufsbegleitendes MBA-Studium zeichnet aus, dass Studierende direkt aus ihrem aktuellen beruflichen Alltag reale Fallbeispiele einbringen müssen, Lösungen erarbeiten und in der Praxis gleich anwenden, wobei sie sich vorher interaktiv mit ihren Tutoren und internationalen Studienkollegen austauschen können“, meint Tristan Sage von der OU Business School Studienberatung.
Für diejenigen, die eine internationale CEO-Karriere anstreben und einen Wissenstransfer in einem internationalen Rahmen suchen, stellt ein MBA sicherlich mehr dar, als nur ein „nice thing to have“. Michael Clausecker begann sein MBA-Studium vor zehn Jahren. Damals leitete er ein deutsches Eisenbahn-Waggonbauunternehmen in Sachsen und suchte nach einer internationalen Herausforderung. „Ich wollte auch meine Englischkenntnisse auf Vordermann bringen.“ Nach kurzer Zeit bereitete ihm die praktische Anwendung der englischen Sprache auf hohem Business-Niveau keinerlei Schwierigkeiten mehr. Ein gutes Jahr nach seinem Studienstart wurde er Division President bei der Siemens AG mit weltweiter Verantwortung für Lokomotiven. Aus familiären und beruflichen Gründen unterbrach der studierte Betriebswirt Clausecker für sechs Jahre sein MBA-Studium. „Als beruflich und privat stark eingespannter Familienvater fand ich es Klasse, dass man bei der OU zehn Jahre Zeit hat, sein MBA-Studium in Ruhe zu beenden und das, wo immer man wohnt“. Im Jahr 2001 übernahm Michael Clausecker die Geschäftsführung des VDB Verband Bahnindustrie in Deutschland. Anfang 2007 kam der Umzug nach Brüssel: Michael Clausecker wurde zum Director-General von UNIFE ernannt, dem Europaverband der Bahnindustrie. Und so ganz „nebenbei“ beendete er 2008 erfolgreich sein MBA-Studium.
Zwei der befragten OU Business School-Absolventen haben keine signifikante Karriereentwicklung nach ihrem Studienabschluss erfahren. „Als selbständiger Unternehmensberater stellte sich für mich nicht die Frage nach einer beruflichen Veränderung”, sagt Stephan Sempert aus Hamburg. „Der MBA Titel hat bei der Akquisition neuer Kunden gewiss nicht geschadet. Viel wichtiger für mich war aber ein frischer 360°-Blick auf aktuelle wissenschaftliche Konzepte und Methoden. Allen, die sich ähnlich wie ich, als Berater spezialisieren müssen, kann ich eine solche Ausbildung zur Erweiterung des Horizonts nur empfehlen.” Sein Studienkollege Viktor Makowski, der vor vier Jahren sein MBA-Diplom erwarb, meint auch, mit dem MBA-Abschluss keinen größeren Karriereschritt gemacht zu haben, obwohl er den Arbeitgeber wechselte. Dem Senior Product Manager aus einem großen Berliner Medizintechnikunternehmen waren andere Faktoren wichtiger: „Mein MBA hat mir geholfen, mich persönlich weiterzuentwickeln und selbstbewusster mit den Vorständen meines ehemaligen Arbeitgebers zu kommunizieren. Insbesondere die Fähigkeit, mir selbst und anderen an den richtigen Stellen zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen zu stellen, das habe ich gelernt“, sagt Viktor Makowski. „Mir hat der MBA viel gebracht, also auf keinen Fall ein Salto Nullo, aber ich bin auch kein Hochspringer“, gibt der passionierte Ausdauersportler und Fußballfan mit einem Augenzwinkern zu.
Die Informationen wurden im Rahmen einer Pressemitteilung der Open University zur Verfügung gestellt. Weitere Erfahrungsberichte von Studierenden der Open University sind im OU-Unterforum auf Fernstudium-Infos.de zu finden.
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