Interview mit einem Studenten der Euro-FH (Erfahrungsbericht)

6. November 2007

Roman Siegfanz (35) studiert BWL an der Euro-FH und wird sein Studium voraussichtlich im Frühjahr 2008 mit dem Diplom abschließen. Im Interview mit Fernstudium-Infos.de hat er sich unter anderem zu seinen bisherigen Eindrücken geäußert und Tipps für andere Studierende gegeben.

Entscheidungsfindung

Fernstudium-Infos.de (fi): Warum haben Sie sich für ein Fernstudium entschieden und nicht für ein Präsenzstudium?

Roman Siegfanz (R. S.): Das Fernstudium bietet mir einfach mehr Flexibilität als ein Präsenzstudium, wo ich zu Vorlesungen muss. Ich kann mir die Zeit zum Lernen einfacher gestalten. Erfahrungsberichte aus dem Bekanntenkreis zeigten mir auch, dass ein Studium an der Uni unter anderem durch überfüllte Vorlesungen für mich nicht in Frage kam. Außerdem wollte ich mich neben dem Beruf weiterbilden und ihn auf keinen Fall aufgeben müssen.

fi: Wo haben Sie sich über den Studiengang informiert? Was waren dabei Ihre Kriterien?

R. S.: Die meisten Informationen habe ich damals aus dem Internet und von der ILS erhalten. Der Ableger Euro-FH war da gerade in der Gründungsphase. Ein wichtiges Kriterium für mich war, dass es keine zeitlichen Einschränkungen in den Studiengängen gibt. Und die Möglichkeit ein Diplom zu erhalten, statt “nur” den Betriebswirt.

fi: Warum haben Sie sich für genau diesen Anbieter und für diesen Studiengang entschieden?

R. S.: Die Euro-FH war vom Preis-/Leistungsverhältnis der beste Anbieter. Andere hatten nicht das Angebot zum Bachelor und Diplom-Kaufmann. Wegen meiner Vorbildung sollte es auf jeden Fall im kaufmännischen Bereich bleiben.

fi: Mit welchen Erwartungen sind Sie an das Studium herangegangen? Welche Befürchtungen hatten Sie

R. S.: Außer der Möglichkeit zur Weiterbildung und einen erfolgreichen Abschluss hatte ich keine bestimmten Erwartungen. Schon gar nicht bei der Euro-FH, die gerade erst gegründet wurde. Befürchtungen lagen für mich eigentlich nur im Studiengang Mathematik vor. Ich war zu Beginn nicht sicher, ob ich das nur anhand von Skripten verstehen würde.

Ablauf des Studiums

fi: Haben sich die Erwartungen/Befürchtungen erfüllt?

R. S.: Die Euro-FH hat sich gegenüber der letzten beiden Jahre stark verbessert. Sowohl der Service als auch die Skripte sind hervorragend geworden. Zum Glück hat sich meine Befürchtung nach einer erfolgreichen Klausur im Studiengang Mathematik aufgelöst.

fi: Was haben Sie während des Studiums als besonders positiv erlebt?

R. S.: Die Betreuung bei den Auslandsphasen und die Möglichkeit, Präsenzklausuren in der Region schreiben zu können. Zu Beginn musste ich dazu erst 400 km nach Hamburg fahren.

fi: Was hat Sie gestört?

R. S.: Die hohen Kosten.

fi: Wie haben Sie die Qualität der Unterlagen empfunden?

R. S.: Zu Beginn gab es große Schwierigkeiten und viele Fehler in den Unterlagen (Skripten). Je nach Studiengang variierte der Umfang der Scrikte natürlich. Wenn ich ein Fach nicht verstanden habe oder vertiefen wollte, habe ich mir oft Bücher zur Unterstützung besorgt.

fi: Haben Sie zusätzliches Material benötigt?

R. S.: Ohne Informationen aus dem Internet wäre ich häufig gescheitert. Fachbücher haben mich aber in der Regel noch besser unterstützt.

fi: Welchen Eindruck haben Sie von der Qualität der Betreuung gewonnen?

R. S.: Zu Beginn war die Betreuung sehr schleppend und die Rückinformationen einzelner Prüfungen viel zu lang (bis zu sechs Wochen). Heute werden die zugesagten zwei Wochen eingehalten. Auch die Benotung durch die Tutoren ist heute besser nachzuvollziehen, da standardisiert.

fi: Was halten Sie von dem Online-Campus?

R. S.: Das Online-Angebot ist heute viel besser als früher. Es enthält viele Informationen, eine Notenübersicht und Foren, in denen Studenten und Betreuer Kommentare abgeben können. Gute Angebote und Downloads von Studienmaterialien runden das Bild ab.

fi: Wie gestaltete sich der Kontakt zu Kommilitonen?

R. S.: Durch die weltweite Verteilung der Studenten ist der persönliche Kontakt natürlich auf die eigene Region beschränkt. Weil die Studierenden aber in unterschiedlichen Phasen sind, sind Lerngemeinschaften sehr schwierig. Die Auslandsphasen ließen mehr Kontakt zu den Kommilitonen zu.

fi: Wie hoch war Ihr wöchentliche Zeitaufwand?

R. S.: 15 – 20 Stunden.

fi: Konnten Sie die Regelstudienzeit einhalten?

R. S.: Nein, bedingt durch meine berufliche Tätigkeit musste ich oft Abstriche beim Lernen machen. Vermutlich werde ich ein 3/4 Jahr drüber sein.

fi: Wurden Sie durch Ihre Familie, Freunde etc. unterstützt?

R. S.: Absolut. Ohne meine Frau wäre das gar nicht machbar gewesen. Probleme gab es eigentlich nur dann, wenn ich nicht ausreichend Zeit für unsere Kinder hatte.

fi: Wurden Sie durch den Arbeitgeber unterstützt?

R. S.: Finanziell nicht. Es wurden lediglich fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr für das Studium zugelassen.

fi: Wussten Ihre Kollegen von dem Studium?

R. S.: Meine Kollegen wussten davon. Da das Studieren vorrangig zu Hause passierte, gab es keine Probleme im Beruf.

fi: Wie beurteilen Sie den Schwierigkeitsgrad des Studiums?

R. S.: Auf einer Skala von 1 – 10 würde ich hier eine 7 vergeben. Es gibt sicherlich das ein oder andere anspruchsvolle Fach, doch sind alle Studiengänge machbar.

Nutzen/Karriere

fi:Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

R. S.: Nach der Höheren Handelsschule habe ich die Ausbildung zum Industriekaufmann bei einem Automobilzulieferer von Autoserienlacken gemacht. Nach der Bundeswehr bin ich auch wieder dorthin zurück gegangen und in der Kundenauftragssteuerung untergekommen. Nach dem Inhaberwechsel bin ich im Bereich Supply Chain Management als Projektleiter für die Logistik im Einsatz. Hier konzentriere ich mich auf Six Sigma-Projektarbeiten und Prozessverbesserung.

fi: Können Sie die Inhalte aus dem Studium in der beruflichen Praxis einsetzen?

R. S.: Ja. Der theoretische Hintergrund hat mir das eine oder andere Mal im Beruf geholfen.

fi: Hat sich das Studium finanziell (Gehalt) positiv ausgewirkt?

R. S.: Bisher nicht.

fi: Welche Erfahrungen haben Sie ggf. bei Bewerbungen gemacht (Bekanntheit und Akzeptanz des Fernstudiums und der Euro-FH etc.)?

R. S.: Keine, da ich seit circa 11 Jahren das Unternehmen nicht gewechselt habe. Wenn ich die Tatsache in meinem Umfeld aber erwähne, wird mir meist großer Respekt entgegen gebracht.

Ausblick

fi: Was haben Sie nach dem Abschluss des Fernstudiums vor?

R. S.: Weiter arbeiten. Hinsichtlich Weiterbildung mache ich zunächst ein Jahr Pause und anschließend informiere ich mich über weitere Bildungsmöglichkeiten. Mit Sicherheit werde ich auch irgendwann wieder ein Fernstudium oder einen Fernkurs belegen.

Tipps für andere Interessenten und Fernstudienanfänger

fi: Worauf sollten Interessenten bei ihren Vorüberlegungen achten?

R. S.: Auf die Auswahl des richtigen Studiengangs.

fi: Welche Empfehlungen können Sie Fernstudien-Anfängern geben?

R. S.: Das Einhalten der Regelstudienzeit pro Woche (10 – 15 Stunden) ist bei vielen Fächern nicht machbar. Ich habe zum Beispiel nicht eine einzige Einsendeaufgabe gemacht, nur die geforderten Prüfungen. Sonst würde es ja noch länger dauern.

fi: Was hat Ihnen im Studium geholfen (Organisation, lernen, Selbstmanagement etc.)?

R. S.: Ohne ein vernünftiges Zeitmanagement ist das Studium nicht zu machen. Das gilt aber bestimmt auch für ein “normales” Studium an einer Universität.

fi: Vielen Dank für dieses Interview

Mehr Infos zur Euro-FH auch auf Fernstudium-Infos.de – oder direkt das Studienhandbuch bei der Europäischen Fernhochschule Hamburg – University of applied sciences anfordern.

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Interview: Absolventin der Euro-FH kurz vor der Promotion - Fernstudium-Infos.de Rundschau
12. November 2007 um 08:02

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