Interview mit der Fernstudienakademie aus Münster

23. Juni 2009

Dr. Gereon Franken (GF) und Anne Oppermann (AO) sind die Leiter der Fernstudienakademie aus Münster. Ich hatte die Gelegenheit, mit ihnen über ihre Akademie und ihre Zukunftspläne zu sprechen. Außerdem geben sie noch Tipps für alle Fernstudenten.

Bitte stellt Euch selbst und Euer Institut kurz vor.

AO: Wir beide arbeiten seit vielen Jahren, eigentlich seit dem Studium, in der Fernlehrbranche; zuerst waren wir für einen anderen Anbieter tätig, das heißt wir haben Fernlehrgänge konzipiert, als Autoren Lehrhefte geschrieben und anschließend auch die Kursbetreuung für unsere Kurse übernommen.

GF: Auch der Kontakt mit der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht gehörte dabei mit zu unseren Aufgaben: Fast jeder Fernkurs aus Deutschland muss ja durch die ZFU in einem ziemlich aufwändigen Verfahren zertifiziert werden. Nur wer eine Zertifizierung durch diese Institution nachweisen kann, darf seine Lehrgänge auch verkaufen.

AO: Noch ein paar Worte zu unserem Weiterbildungsinstitut. Die Fernstudienakademie gibt es jetzt seit über 5 Jahren. Unser Ziel war es, qualitativ hochwertige und gut verständliche Lehrgänge anzubieten, bei denen wir bereits in der Planungsphase die Wünsche und Bedürfnisse der späteren Kunden in den Mittelpunkt stellen.

GF: Daneben liegt uns aber auch eine besonders engagierte und zeitnahe Kursbetreuung am Herzen: Unsere Teilnehmer sollen wirklich etwas von ihrem Kursbetreuer und seinen Kommentaren „haben“ und seine Tipps möglichst schnell im Arbeitsalltag umsetzen können. Deshalb gibt es nicht nur „Häkchen“ an jeder Aufgabe und zum Abschluss eine Note, sondern die Teilenehmer erhalten zusätzlich zu jedem Block von Einsendeaufgaben einen drei bis vier Seiten langen Begleitbrief mit Kommentaren, Erläuterungen und Tipps.

Welches Kursangebot bietet die Fernstudienakademie?

GF: Derzeit haben wir zwei Lehrgänge im Angebot, nämlich ein Fernstudium zum Thema Stadtmarketing und einen Lehrgang für PR-Fachkräfte. Ein weiterer Fernkurs befindet sich bereits im Zulassungsverfahren durch die ZFU: ein Fernstudium, mit dessen Hilfe sich angehende Dozenten und Dozentinnen in der Erwachsenenbildung auf ihre meist freiberufliche Tätigkeit vorbereiten können. Hier geht es zum einen um das didaktische Handwerkszeug, was man tagtäglich benötigt, zum anderen aber auch um das ganze „Drumherum“, wie zum Beispiel die Zusammenarbeit mit einem Bildungsanbieter, Selbstmarketing oder Fragen der Vertragsgestaltung.

Welche Kurse sind besonders beliebt?


AO: Der Stadtmarketing-Lehrgang ist ein typisches Nischenprodukt. In der „Stadtmarketing-Welt“ gibt es nur sehr wenige Weiterbildungsangebote und schon gar nicht per Fernstudium. Unser Lehrgang ist sehr erfolgreich und hat einen guten Namen in der Branche; viele unserer Absolventen haben nach Kursende deshalb auch einen gewaltigen Karrieresprung hinlegen können.

Der PR-Kurs richtet sich dagegen an eine erheblich größere Teilnehmergruppe, nämlich an alle diejenigen, die die PR für ihr eigenes Unternehmen bzw. für ihren Arbeitgeber in die eigenen Hände nehmen wollen. Dieser Kurs erfreut sich gerade in letzter Zeit wachsender Beliebtheit.

Wie kommt man dazu, ein Fernunterrichtsinstitut zu gründen?

GF: Wir haben ja beide über viele Jahre Erfahrungen im Bereich Fernunterricht gesammelt, und dabei haben wir auch mitbekommen, wie man am besten mit Kursteilnehmern zusammenarbeitet, damit diese von einem Fernkurs möglichst stark profitieren. Deshalb hatten wir schon seit längerer Zeit die Idee, dass diese vielfältigen Erfahrungen doch eigentlich auch die Basis für die Gründung eines eigenen Weiterbildungsinstituts sein könnten. Von da an war es nur noch ein kleiner Schritt, bis wir die Fernstudienakademie dann tatsächlich gegründet haben.

Wie ist der Firmenname „Fernstudienakademie“ entstanden?

GF: Uns ging es darum, einen generischen Begriff als Namen für unser Weiterbildungsinstitut zu finden. Wir wollten uns keine neue Abkürzung ausdenken und es sollte auch nicht unbedingt ein Bezug zu unserem Wohnsitz im Namen enthalten sein. Stattdessen haben wir einen Namen gesucht (und hoffentlich auch gefunden), der Seriosität und Kompetenz ausstrahlen sollte und im Idealfall für ‘die’ Fernschule an sich stehen kann.

Was sind die schönen Seiten des Anbieter-Lebens? Welche sind weniger schön?

AO: Eine interessante Frage! Das Schönste ist sicherlich, dass man oftmals ein recht persönliches Verhältnis zu den Teilnehmern aufbaut, die man bei ihrem Lernprozess begleiten darf und mit denen man sich über ihre weiteren Karriereschritte freut. Die Arbeit als Weiterbildungsanbieter hat daneben natürlich auch viele kreative Seiten: Das Konzipieren und Schreiben von neuen Fernkursangeboten ist ein äußerst spannender Prozess, bei dem man sich über Monate mit einem Thema beschäftigt und dabei alles dafür tun muss, leserfreundliche und gut verständliche Lernunterlagen hervorzubringen. Das macht jeden Tag wieder viel Spaß!

GF: Die schlechten Seiten des Anbieter-Lebens sind zum Glück relativ wenige: Immer wenn unsere Cappuccino-Maschine streikt, sinkt die Laune der Mitarbeiter merklich!

Vor einigen Jahren habt Ihr das noch immer aktuelle Buch „Fit für den Fernunterricht“ veröffentlicht. Wie kam es zu dem Buch? An wen richtet es sich?

AO: Ich bin seit Jahren in verschiedenen Internetforen unterwegs und habe dabei viele, viele Fragen zum Fernstudium bzw. zum Fernunterricht beantwortet. Da es bis dahin noch kein Buch zum Thema Fernunterricht gab, das sich in erster Linie an die Teilnehmer solcher Lehrgänge richtete, lag es nahe, unser Wissen zum Thema zu bündeln und daraus einen praxistauglichen Ratgeber entstehen zu lassen.

Welche Planungen gibt es für die Zukunft?

GF: Die Fernstudienakademie entwickelt sich ständig weiter: Es sind weitere Studiengänge in Planung, so zum Beispiel in den Bereichen Event- und Incentive-Management und auch das Thema des betrieblichen Gesundheitsmanagements wird ein neuer Themenschwerpunkt sein.

Daneben wollen wir auch unsere Beratungsangebote ausweiten: Wir werden zum Beispiel in Zukunft den Bereich der kostenlosen Lernberatung für unsere Teilnehmer mit ins Programm nehmen. Außerdem sind wir gerade dabei, eine Kooperation mit einem externen Beratungsdienstleister zu schmieden, der unsere Absolventen zu Sonderkonditionen in den Bereichen Berufszielfindung und Bewerbung coachen wird.

Welche Tipps könnt Ihr abschließend den Fernschülern mit auf den Weg geben?

AO: Der wichtigste Tipps ist vielleicht, dass man sich klar macht, dass man bei seinem Fernstudium niemals völlig allein da steht: Es gibt ja immer den Kursbetreuer bzw. Tutor; er oder sie kann die Teilnehmer nicht nur bei Fachfragen beraten, sondern ihnen auch dann unter die Arme greifen, wenn man mit dem Lernen einmal nicht klar kommt, oder gerade in einer Motivationskrise steckt. Das Wichtige dabei: Der Kursbetreuer kann leider nicht ahnen, dass ein Teilnehmer gerade Probleme hat. Hier ist also ein offenes Wort gefragt, denn nur dann kann man wirklich Hilfe bekommen!

GF: Es ist außerdem ratsam, dass sich Fernstudierende Zwischenziele setzen, deren Erreichung gefeiert werden sollte: Ist der aktuelle, besonders schwierige Lehrbrief endlich geschafft oder die gefürchtete Zwischenklausur bestanden, dann sollte man sich ruhig einmal belohnen, um danach die nächsten Ziele frisch gestärkt und neu motiviert in Angriff zu nehmen.

Vielen Dank für dieses interessante Interview!

Diskussionsforum zur Fernstudienakademie bei Fernstudium-Infos.de:

www.fernstudium-infos.de/fernstudienakademie/

{ 2 comments }

Sonja 23. Juni 2009 um 14:05

Ich bin etwas erstaunt, dass im Interview nur von zwei Fernkursen die Rede ist. Auf der Internetpräsenz wird mit fünf geworben.

Anne Oppermann 23. Juni 2009 um 14:54

Hallo Sonja

Danke für den Hinweis – die anderen Kurse sind im Entstehen bzw. im Zulassungsverfahren bei der ZFU. Man kann sich aber gerne jetzt schon bei der Fernstudienakademie melden und wird dann umgehend angeschrieben, wenn die Kurse das ZFU-Siegel bekommen haben und verkauft werden dürfen.

Viele Grüße

Anne Oppermann

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