Hamburger Akademie für Fernstudien erhält „Hamburger Familiensiegel“

21. Juli 2009

Was tun am Montagmorgen, wenn das Kind plötzlich mit Fieber im Bett liegt? Viele berufstätige Mütter und auch immer mehr Väter kennen und fürchten diese Situation. Stress, ein schlechtes Gewissen und vielleicht sogar ein genervter Arbeitgeber sind nicht selten. Wer hier das Glück hat, einen verständnisvollen Arbeitgeber zu haben, kann mit solchen Situationen wesentlich entspannter umgehen.

Doch eine familienfreundliche Unternehmensphilosophie ist nicht in allen Firmen gang und gäbe. In Hamburg wurde dafür die Initiative „Hamburger Familiensiegel“ ins Leben gerufen, ein Zusammenschluss der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie der Handelskammer und Handwerkskammer Hamburg. Ziel ist es, besonders in kleinen und mittleren Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Die HAF – Hamburger Akademie für Fernstudien (Aff) gehört zu den rund 80 Hamburger Firmen, die bislang mit dem „Hamburger Familiensiegel“ ausgezeichnet wurden.

Unterstützung im täglichen Alltagsspagat

Für das Hamburger Unternehmen ist es laut eigener Aussage selbstverständlich, sich für ein familienfreundliches Arbeitsklima zu engagieren. „Wir bieten Fernlehrgänge an, einen per se besonders familienfreundlichen Bildungsweg“, erläutert Anno Stockem, Geschäftsführer der Hamburger Akademie. „Wer sich für ein Fernstudium entscheidet, tut dies in der Regel, weil er von zuhause aus lernen kann oder später am Abend, wenn die Kinder längst im Bett sind.“ Für die Hamburger Akademie ist es deshalb keine Frage, auch die eigenen Mitarbeiter im täglichen Alltagsspagat zwischen Beruf und Familie mit flexiblen Arbeitszeitmodellen zu unterstützen. „Zwei Drittel unserer Belegschaft sind Frauen, die meisten haben Kinder“, so Stockem. Sie profitieren natürlich am meisten von der familienfreundlichen Politik.

So zum Beispiel Frauke Mekelburg, die eine Teilzeitstelle im Marketing der Hamburger Akademie hat. Ohne das flexible Arbeitszeitmodell der Hamburger Akademie wäre es für sie nicht möglich, ihren Job auszuüben. Die Söhne Simon (5) und Philipp (3) nehmen eben keine Rücksicht darauf, ob ihre Mutter arbeitet. Also nimmt die Firma Rücksicht auf die zweifache Mutter. Wenn sich der Sohn mal wieder eine Erkältung aus dem Kindergarten geholt hat oder sich beim Spielen verletzt hat, kann sie entweder von zuhause aus arbeiten oder sie holt ihre Arbeitsstunden an anderen Tagen nach. Mit Arbeitszeitkonten und individueller Absprache ist eben vieles möglich.

Um das Familiensiegel zu erhalten, muss sich ein Unternehmen einer Befragung durch einen zertifizierten Auditor unterziehen. Entscheidende Kriterien sind zum Beispiel, ob ein Unternehmen Lösungen für familiäre Notsituationen bietet, ob Interessen bei der Urlaubsplanung berücksichtigt werden, ob Mitarbeiter im Notfall von zuhause aus arbeiten können oder die Firma ihnen beim Wiedereinstieg, zum Beispiel nach der Elternzeit, hilft. „Rücksichtnahme auf die Familie, und das nicht nur bei Frauen, gibt es bei uns schon lange“, erinnert sich Geschäftsführer Anno Stockem. „Ich wurde bereits vor 12 Jahren von der damaligen Geschäftsleitung gefragt, ob ich in Elternzeit gehen wolle.“ Getan hat er es zwar nicht, aber die familienfreundliche Einstellung der Hamburger Akademie hat er konsequent weiterentwickelt.

Diskussionsforum zur HAF bei Fernstudium-Infos.de:

www.fernstudium-infos.de/haf/

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