Die Diplom-Pädagogin Julia Zampich bietet Workshops zum Thema “Lernen lernen” an. Da dieses Thema auch von Fernstudenten und Fernschülern nachgefragt wird, habe ich Frau Zampich um einige Erläuterungen zu dem Thema gebeten. Nachfolgend ihr Text:
Menschen, die wissen wie man lernt haben ein besseres Selbstwertgefühl und sind selbstbewusster. Sie verfügen über die Grundvoraussetzung, um selbständig weiter zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Mit dieser Fähigkeit können sie aktiv Einfluss nehmen auf ihr Handeln und damit auch auf ihre Zukunft. Dadurch fühlen sie sich Veränderungen und neuen Herausforderungen gegenüber weniger unsicher oder gar machtlos ausgeliefert.
Diese positive Haltung ist sehr hilfreich, denn Lernen im so genannten Angstmodus ist viel weniger wirkungsvoll. Denn dann steht das Gehirn unter dem besonderen Einfluss des Mandelkerns. Die Aktivität des Mandelkerns begünstigt einen eingeengten kognitiven Stil, der ausschließlich darauf ausgerichtet ist, den Quellen der Angst zu entkommen. Kreatives und freies Denken sind stark behindert, da das Gehirn sich möglichst an die simpelsten, irgendwie funktionierenden Schemata hält. Leider kommen aber viele Menschen mit eher negativen Gefühlen in eine Lernsituation. Unerfreuliche Erinnerungen an alte Lernerfahrungen leben wieder auf und können sogar Lernblockaden oder Prüfungsangst auslösen.
Demgegenüber steht der Wunsch oder die Notwendigkeit sich weiter zu qualifizieren. Um diesen Zwiespalt im positiven Sinne auflösen zu können, biete ich Vorträge oder Tagesworkshops zum Thema „Lernen lernen“ an. Dabei geht es darum, Informationen zu der Arbeitsweise des Gehirns zu erhalten, um besser zu verstehen, warum Lernen manchmal mühsam ist, und was dann sinnvollerweise zu tun ist. Außerdem wird man mit dem eigenen Lerntyp – es gibt immerhin sieben verschiedene – vertrauter und erhält lerntypenspezifische Tipps, um die eigene Behaltens- und Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Und natürlich geht es auch um das Thema Lernmotivation, denn den eigenen Beweggründen oder Unwillen auf die Spur zu kommen, ist ein wesentlicher Faktor um Lernfreude entwickeln zu können.
Das Thema Lernstress beziehungsweise Prüfungsangst wird in den Workshops ebenfalls angesprochen. Eine individuelle Unterstützung zur Auflösung dieser Hemmnisse findet jedoch in Form von Einzelberatungen statt. Da die Beeinträchtigungen bei dieser Thematik in erster Linie auf der emotionalen Ebene zu finden sind – kein Mensch hat Prüfungsangst, weil er nicht intelligent genug wäre, die Prüfung zu bestehen! – nutze ich neben dem persönlichen Gespräch die Methoden der Kinesiologie. Die Kinesiologie gehört zur Bioenergetik und befasst sich mit den Energiekreisläufen im menschlichen Körper. Mit Hilfe des so genannten Muskeltests wird überprüft, ob die Energie frei fließt oder blockiert ist. Bei einer Blockierung werden ihre Ursachen herausgearbeitet und aufgelöst, damit der Zugriff auf alle Fähigkeiten sowie Lernressourcen wieder möglich ist und ein stärkendes Selbstvertrauen entwickelt werden kann.
Hamburg, 2007
Julia Zampich, Dipl. Pädagogin, Kinesiologin, TeleCoach
www.lernenundhandeln.info
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