Eine von der Deutschen Universität für Weiterbildung in Auftrag gegebene forsa-Studie zeigt: Um beruflich voranzukommen, setzen die Bundesbürger auf Kompetenz, Köpfchen und Weiterbildung.
Was macht mich beruflich erfolgreich? Diese Frage stellen sich Berufstätige gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die deutliche Mehrheit verlässt sich hierbei offenbar auf sich selbst. Das zeigt eine aktuelle Studie, die forsa im Auftrag der DUW durchgeführt hat: Für 87 Prozent der Befragten steht das fachliche Know-How an erster Stelle. Rund drei Viertel setzen außerdem auf Intelligenz (78 Prozent) und soziale Fähigkeiten (75 Prozent). An vierter Stelle liegt die regelmäßige Weiterbildung. Ihr messen 71 Prozent einen entscheidenden Stellenwert bei. „Mit dieser Einschätzung liegen die Deutschen goldrichtig“, kommentiert DUW-Präsidentin Prof. Dr. Ada Pellert die Ergebnisse. „In unserer komplexen Arbeitswelt ist es entscheidend, Wissen und Fähigkeiten kontinuierlich auf dem neuesten Stand zu halten.”
Unterschied der Geschlechter
In puncto Erfolg gibt es übrigens eine deutliche Rollenverteilung: Während Männer die in der Umfrage genannten Erfolgsfaktoren als nahezu gleichwertig betrachten, sind bei den Frauen deutliche Ausreißer nach oben zu beobachten. Vor allem der sozialen Kompetenz (84 Prozent) und den persönlichen Kontakten (71 Prozent) misst das weibliche Geschlecht einen wesentlich höheren Stellenwert bei als das männliche (69 bzw. 64 Prozent). Nahezu einig sind sich Männer und Frauen, dass „Kollege Zufall“ kein geeigneter Karrieremotor ist (30 bzw. 25 Prozent).
Erfolgsfaktor Zufriedenheit
„Die Ergebnisse zeigen, dass die Wege zum Erfolg ganz unterschiedlich eingeschätzt werden“, sagt die DUW-Präsidentin. Für sie ist das nicht verwunderlich. Denn auch der Erfolg an sich bedeute für jeden etwas anderes. So kann sich als erfolgreich betrachten, wer seine individuell gesteckten Berufsziele erreicht hat. Entscheidend sei neben Einkommen und Ansehen vor allem die Zufriedenheit mit der eigenen Situation. „Die Balance aller Lebensbereiche ist wichtig“, erklärt Prof. Pellert. „Wer viel und erfolgreich arbeitet, privat aber das Gefühl hat, auf der Strecke zu bleiben, wird sein Wirken irgendwann in Frage stellen.“
Moderner Dreiklang
Die Ausgeglichenheit verschiedener Lebenswelten bezeichnet die Professorin für Weiterbildungsforschung als „Work-Life-Education-Balance“.
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