Jetzt kostenlos und unverbindlich Infomaterial der AKAD anfordern! (Aff)

FernUni Hagen in der Kritik

24. Juli 2008

“Mangelhaft” für FernUni Hagen – diesen Titel hat der WDR einem TV-Beitrag in der Lokalzeit gegeben.

Ein Artikel auf den WDR-Internetseiten ist etwas weniger reißerisch mit Fernstudium noch so wie damals – Bildungsexperten kritisieren Rückstand beim E-Learning überschrieben.

Inhaltlich geht es laut WDR um eine Studie der Evaluations-Agentur Baden-Württemberg, in der das elektronische Lernen an fünf Hochschulen vergleichen wird. Die FernUni Hagen habe dabei im Bereich E-Learning besonders schlecht abgeschnitten.

Ich möchte an dieser Stelle auf eine Bewertung verzichten, aber auf einige Reaktionen hinweisen:

  1. Interview mit dem Rektor Prof. Hoyer im TV-Beitrag
  2. Der Westen: SPD verteidigt Fernuni Hagen
  3. Kommentare zum WDR-Artikel

Homepage der FernUni Hagen:
www.fernuni-hagen.de

Was ist Deine Meinung? – Wie wichtig ist es Dir, dass das Fernstudium E-Learning-Elemente zum Wissenserwerb und zur Kommunikation enthält? Kannst Du Dir ein Fernstudium ganz ohne Papier vorstellen?

{ 9 trackbacks }

Neues Video-Studio an der FernUni Hagn
13. August 2008 um 21:59
Die beliebtesten Rundschau-Artikel im August
9. September 2008 um 22:50
Die beliebtesten Rundschau-Artikel im September 2008
7. Oktober 2008 um 21:03
Beliebte Rundschau-Artikel im November 2008
16. Dezember 2008 um 15:15
Die Blog-Perle 2008
31. Dezember 2008 um 13:59
Beliebte Rundschau-Artikel im März 2009
13. April 2009 um 19:55
Beliebte Rundschau-Artikel im April 2009
5. Mai 2009 um 19:39
Bloghauszweinull » Archiv » E-Learning und Fernstudium - zwei Welten?
4. Juni 2009 um 17:19
Beliebte Rundschau-Artikel im Juli 2009
8. August 2009 um 11:46

{ 7 comments }

1 Sonja 24. Juli 2008 um 11:13

Ich persönlich glaube, dass E-Learning im Gesamtkontext ziemlich überbewertet wird. Ich frage mich auch häufig, was die Leute eigentlich unter E-Learning genau verstehen.

Für mich heißt E-Learning, dass viele Inhalte online vermittelt werden. Das wäre dann das papierlose Studium, das ich persönlich nicht so positiv und vorteilhaft finde, wie es gerne dargestellt wird. Am Bildschirm lernen ist nämlich gar nicht so einfach, da Lernen an sich eine Tätigkeit ist, die die Arbeit mit den Inhalten erfordert. Das Kritzeln auf Papier, das Unterstreichen und Erstellen von Randnotizen hat einen großen Einfluss auf den persönlichen Lernprozess. Klar, jeder lernt anders, aber die wenigsten Lernen direkt beim Ablesen von Informationen.

Dann gibt es ja noch die Komponenten im E-Learning, die den Kontakt zu Mitstudierenden/Dozenten erleichtern sollen. Dazu gehören dann z.B. Foren oder ähnliches. Auch das wird meines Erachtens überbewertet. Es ist sicherlich hilfreich und nützlich, aber der Lernprozess findet eben nicht ausschließlich oder hauptsächlich in Foren statt. Und dann nutzt ja auch das schönste E-Learning gar nichts, wenn die Dozenten es einfach ignorieren und den Studenten überlassen, die Kommunikation in Gang zu bringen.

2 ted 6. August 2008 um 17:32

Ich arbeite im Bereich IT /Usability seit zig Jahren und bin auch Student der Fernuni Hagen. Zugegebenermassen ist der Elearning teil wirklich nicht in 2008 angekommen und haengt selbst US Unis (die benutzen sunguard) meilenweit hinterher.
Gerade gestern war die Seite down und ansonsten bin ich etwas enttaeuscht von dem Ganzen Elearningbereich.
Was ich jedoch persoenlich gut finde ist, dass die Kosten der Uni sehr niedrig sind und man auch getrost auf seine Buecher zurueckgreifen kann, denn wer braucht heutzutage Elaerning denn wirklich? (Tutoren gibt’s fuer $15/Stunde weltweit).

Allem in allem eine bessere Uni, da man auf die Beduerfnisse von Berufstaetigen eingeht und nicht diese typisch deutsche Unihochnaessigkeit rauslaesst.

3 Vu The Cuong 6. August 2008 um 17:58

ich bin nicht ueberrascht dass der Fernuni Hagen bei E Learning schlecht abgeschnitten hat. Fuer mich persoenlich wuerde ich gern die Einsendearbeit downloaden statt per Post zugeschickt bekommen.

4 Eraco 6. August 2008 um 19:12

Hallo,

ich bin zwar erst ab WS 08/09 Student, aber bis jetzt hat die Kommunikation reibungslos funktioniert. Ich finde das Urteil nicht gerecht, denn es wird sehrwohl noch das “konventionelle” Material verwandt, es gibt eben zusätzlich noch die Möglichkeit des E-Learnings.

Das man an der Fern-Uni auf die Berufstätigen eingeht und auch auf die persönlichen Umstände, würde ich mir für die Präsenzunis auch wünschen. Der Kontakt zu den Mitstudenten und die gegenseitige Hilfe via Internet oder Email ist wertvoll und ersetzt so manche Lerngruppe!

LG,
Eraco

5 RalfJ 7. August 2008 um 15:08

Lerninhalte in Papierform
a) sind nicht umweltfreundlich
b) sind nicht wirklich am Bedarf des Studenten orientiert
c) werden von Unis nicht bedarfsorientiert gedruckt, d.h. ein Veralten der Inhalte ist vorprogrammiert, denn man will ja sein Lager räumen.

auch aus diesen Aspekten heraus lohnt sich eine Umstellung auf elektronische Vermittlung der Lerninhalte.

Für mich sollte e-learning ein beschleunigtes Lernen der Grundlagen beinhalten. PDFs lesen wird nicht unter diesem Begriff subsumiert. Es gehört u.a. gezielte Erfolgsmessungen und Wiederholungen von Inhalten dazu.

An diesem Angebot, an den aktuellen Inhalten und der Möglichkeit Zeit zu sparen beim Studieren, daran werden Fern-Unis in der Zukunft gemessen werden.

6 Markus Jung 8. August 2008 um 20:19

@RalfJ:

Nur eine kleine Anmerkung zu c: Es gibt durchaus schon (private) Hochschulen, die ein Print on Demand durchführen – stets aktuelle Inhalte und nur in der Menge, wie sie aktuell benötigt wird. Das spart natürlich “nebenher” auch Kosten für Druck und Lagerhaltung etc.

7 Rod Sanchez 12. August 2009 um 12:29

Mit eLearning kann man nicht studieren. Denn wie einer meiner Professoren sagte: “Ein Buch, in dem man nichts unterstrichen, markiert, herumgemalt und keine Notizen am Rand gemacht hat, das hat man nicht gelesen.”

Ich drucke sämtliche Inhalte des “eLearnings” aus, damit ich mit den Texten sinnvoll arbeiten kann.

Wie man sieht wird der Begriff “eLearning” mit dem Sachverhalt “Dokumente online stellen” oft verwechselt. Ein paar online gestellte Dokumente und ein Diskussionsforum sind noch lange kein eLearning.

Von eLearning kann man erst sprechen, wenn alle Möglichkeiten der Technik tatsächlich genutzt werden: Z. B. Audio- und Videodokumente, parallel zu einem Audiobeitrag sich aufbauende Grafiken und interaktive Modelle, bei denen man Parameter verändern kann um mit dem Verhalten eines Gesamtsystems zu experimentieren. Das ganze muss dann noch um die Möglichkeit ergänzt werden Lesezeichen setzen zu können, wichtige Stellen hervorzuheben virtuelle Haftnotizen anzubringen oder am Rand Notizen zu machen.
Weiterhin sollte ein Tablet-PC oder ein Grafiktablett auch erlauben selbst angefertigte Grafiken einzufügen.

Erst durch das volle Ausnützen der multimedialen Möglichkeiten kann zumindest ansatzweise auch implizites Wissen vermittelt werden, das sich anders nicht darstellen lässt.

Für das Arbeiten mit Texten z. B. für eine Diplomarbeit ist es mir immer lieb, wenn ich Skizzen, Mindmaps, und Notizen nebeneinander auf den Tisch oder Boden legen kann, all das geht am PC nicht und man muss nervig zwischen mehreren Fenstern umschalten und hat niemals alles auf einen Blick.

Einmal ein paar Notizen oder Karteikarten mit in die Bücherei nehmen geht auch nicht, man muss jedesmal das Notebook mitschleppen und versucht dann das Notebook auf dem schmalen Stehtisch neben dem Computer der Bücherei aufzustellen um nach Literatur zu recherchieren und Notizen machen zu können. Mit simplen Karteikarten geht das viel einfacher.

So wie es bisher aussieht wird der Begriff elearning falsch angewendet, da es kein wirkliches Lernen ist, sondern es nur um das Onlinestellen von Dokumenten geht.

Für richtiges elearning fehlen noch einige Möglichkeiten: Ansicht von Dokumenten nebeneinander auf mehreren Monitoren oder auf einem Tisch, der ein großer Monitor ist (optimalerweise kein LCD-Display, sondern eine Art elektronisches Papier, das optisch genauso aussieht und augenfreundlich ist). Kleine Tablet-PC, die man in Bibliotheken und Vorlesungen mitnehmen kann, welche handschriftliche Aufzeichnungen speichern, die man beim Nachbearbeiten mit Suchbegriffen versehen kann und letztlich noch eine Möglichkeit, die eine intuitive Darstellung und auch ein kreatives Durchstöbern der Dokumente erlaubt, ähnlich wie wenn man z. B. in der S-Bahn sein Studientagebuch durchblättert, neue Stichworte, spontane Ideen reinkritzelt usw.

Comments on this entry are closed.

Previous post:

Next post: