Eine Pressemitteilung von fernuni.me:
Social Communities sind für Fernstudenten ein wichtiges Werkzeug zur Studienorganisation
Fernstudenten studieren länger, bezahlen oft mehr für ihr Studium, werden neben dem Beruf zusätzlich durch die Studienarbeit belastet und haben gegenüber anderen Studenten einen entscheidenen Nachteil: Sie können keinen Campus nutzen, keine Mensa, um sich mit Kommilitonen regelmäßig auszutauschen, Freundschaften zu knüpfen oder Lerngruppen zu bilden.
Die Anstrengungen, die ein Fernstudium mit sich führt, werden häufig unterschätzt. Davon zeugen nicht zuletzt die Abbruchquoten der Fernhochschulen. Kein Wunder: Der Großteil der Fernstudenten ist berufstätig und absoviert sein Studium neben dem Beruf, nach Feierabend und am Wochenende.
Viele der so Berufstätigen studieren zudem im Teilzeitstudium, was die gesamte Studienzeit enorm verlängern kann. Nicht jeder schafft es, über einen Zeitraum von mehreren Jahren immer neue Motivation aufzubringen und „im Stoff zu bleiben“.
„Dass ein Fernstudium in der Regel auch teurer ist als ein Präsenzstudium, spielt allerdings meist eine geringere Rolle als die Tatsache, dass Fernstudenten weniger Kontakt zu Kommilitonen haben als Studenten an Präsenzhochschulen“, denkt Christian Wolf, Gründer der Fernstudenten-Plattform www.fernuni.me und selbst Fernstudent.
Im Schnitt sind Fernstudenten allerdings auch motivierter und zielstrebiger als Studenten an Präsenzhochschulen, die direkt nach dem Abitur ihr Studium aufgenommen haben, nicht zuletzt, weil das Durchschnittsalter von Fernstudenten über dem von „normalen“ Studenten liegt.
Dennoch ist es für Fernstudenten wichtig, sich Unterstützung von vielen Seiten zu holen: Von der Familie, dem Ehepartner vielleicht, von Freunden; der Mangel an Kontakt zu Kommilitonen lässt sich zudem gut durch Social Communities im Internet ausgleichen.
„Viele Studenten nutzen Web-Communities vorrangig zur Organisation des Privatlebens“, weiß Christian Wolf, und rät: „Insbesondere für Fernstudenten bietet das Internet aber auch sehr gute Möglichkeiten, das Studium zu organisieren und sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, Gruppen zu bilden und gemeinsam zu lernen. Neben Chats oder Foren sind sogar Audiokonferenzen möglich.“
So sollte sich auch ein Fernstudium, das über einen Zeitraum von vielen Jahren absolviert wird, einfacher meistern lassen. Wer sich der Schwierigkeiten von Anfang an bewusst ist, weil er sich bei anderen Fernstudenten informiert hat, wer sich von Anfang an in eine Community integriert, dessen Chancen, das Studium erfolgreich zu absolvieren, steigen enorm. Für Einzelämpfer ist ein Fernstudium weniger geeignet.
Quelle: Presse-Mitteilung
{ 10 comments }
Mir gefällt der Artikel. Er beschreibt genau das, was Fernstudium-Infos.de schon seit Jahren so erfolgreich macht – die Community und den Austausch zwischen Fernstudenten, Interessenten und Absolventen.
Auch wenn ich dem natürlich als aktiver Teilnehmer am Fernstudiums-Networkung nur zustimmen kann, würde ich noch nachschieben wollen, das allein der Kontakt eher das Sahnehäubchen auf dem eigenen Studium sein kann.
Bei meiner eigenen Hochschule bemerke ich wie wenige eigentlich die dortige Online-Plattform nutzen, zu den Präsenzveranstaltungen erscheinen deutlich weniger als zur Prüfung und selbst auf fernstudium-infos ist nur ein Bruchteil der Studenten am Werk.
“Nice to have” würde ich sagen – man verschafft sich ein gewisses Studentengefühl, aber ob der Erfolg wirklich von externen Kontakten abhängt? Fernhochschulen wie die AKAD gab es ja bereits vor dem Internetboom – auch die Absolventen kamen gut über die Runden
Vermutlich ist auch das vom Typ und vom Umfeld abhängig. Es wird wahrscheinlich schon die totalen Einzelkämpfer geben, die links und rechts überhaupt nicht interessiert, die intrinsisch total motiviert sind und das Fernstudium so durchziehen.
Aber vielen anderen hilft vermutlich der Austausch mit “Leidensgenossen” schon sehr, mehr als vielleicht Freunde etc., die sich doch nicht so in die Situation hinein versetzen können.
Es wäre sicher mal eine interessante Aufgabenstellung für eine wissenschaftliche Arbeit, ob sich die aktive Beteiligung an einer Community positiv auf das Durchhaltevermögen und vielleicht sogar die Leistungen im Fernstudium auswirkt.
Für die Online-Lern-Session kann ich Elluminate empfehlen. Über dieses Tool wird ein Team Speak, eine Whiteboard, ein Chat und allerlei Schnickschnack angeboten. An der OU wird dieses Tool derzeit für Online Tutorials eingesetzt.
Also ich wüsste gar nicht wie ich das noch unterbringen sollte. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, mich etwas entspanne und dann lerne, dann habe ich gar nicht die Zeit nebenbei noch zu chaten – ich würde ja nie etwas schaffen! Und das Wochenende gehört meiner Freundin. Austausch ist wichtig, keine Frage, aber ein Fernstudium ist doch etwas anderes als ein Präsenzstudium, wo man seine Freunde fast jeden Tag sieht.
@Timste: Chatten halte ich auch in den wenigsten Fällen für eine effiziente Form des Austausches. Aber ein Austausch über Foren halte ich zum Beispiel für sehr sinnvoll, um letzlich den Lernprozess sogar zu beschleunigen.
Besonders die Verbesserung des Lernprozesses sehe ich nicht ganz. Denn – wie schon gesagt – an der HFH tummeln sich in den Foren eigentlich nur triviale Fragen. Selbst in den externen Foren geht es viel viel öfter um Organisation und Smalltalk als um Verständnis.
Was man so von anderen Hochschulen hört unterscheidet sich das schon ein wenig – aber ich denke der Austausch über das Medium Internet hilft meiner Meinung nach eher den sozialen Studiumsaspekt zu berücksichtigen statt des fachlichen.
>> Bei meiner eigenen Hochschule bemerke ich wie wenige eigentlich die dortige Online-Plattform nutzen, zu den Präsenzveranstaltungen erscheinen deutlich weniger als zur Prüfung und selbst auf fernstudium-infos ist nur ein Bruchteil der Studenten am Werk.
Ist bei mir auch so, sind immer nur eine Handvoll, die die Foren wirklich intensiv nutzen. Dafür gibt es sicher viele Gründe, die Altersunterschiede z. B. und die Internet-Affinität, die sich daraus ergibt, nicht jeder hat schnelles Internet zur Verfügung, manche wissen einfach nicht mit Foren umzugehen (hier können Step-by-Step-Anleitungen helfen, die auch die Vorteile unterstreichen). Auch der Zeitmangel (@Timste) ist ein wichtiger Faktor; die meisten studieren ja doch neben dem Beruf.
Da ich auch schon mehrere Semester Präsenzstudium hinter mir habe, weiß ich, wie sehr der Campus, die Bibliothek, die Mensa und die Vorlesungssääle zum Uni-Leben gehören. Das fehlt mir persönlich sehr. Ein Forum kann das nicht ersetzen, aber gegen das Gefühl ankämpfen, alleine mit den Lernstoffen, Prüfungen etc. dazustehen.
Ich kann nur jedem Fernstudenten empfehlen, regelmäßig die örtliche Uni aufzusuchen (wenn vorhanden) und in der Bibliothek zu arbeiten; alternativ ist es auch oft hilfreich, sich “Lernräume” zu schaffen, Orte, an denen man nur studieren/lernt.
Wer sich wirklich intensiv mit den Stoffen auseinandersetzen will, kommt meist um den sozialen Faktor nicht herum (siehe auch Kleists “Über die Verfertigung der Gedanen beim Reden”).
Eigentlich kann ich gerade vom Gegenteil berichten: Sobald ich anfange zu lernen wird die Kiste an geschmissen, mein Instant Messanger auch und schon habe ich auf meiner Liste alle möglichen Leute, die die gleichen Kurse studieren, wie ich. Habe ich also eine Frage kann ich jederzeit schauen, wer online ist und dann meine Frage erstmal mit einem Kommilitonen diskutieren, bevor ich mich dann an meinen Tutor wende.
Natürlich haben wir auch spezielle Kursforen, doch hier erhält man meist gleich die richtige Antwort und dies hat IMO nicht den gleichen Wert, als wenn man über etwas diskutiert und dann sich so die Lösung vielleicht auch herleiten kann.
Also ich kenne es aus meinem Studium an der PFFH Darmstadt (die heutige Wilhelm Büchner Hochschule) auch so, dass die Fach-Foren zumindest in einzelnen Fächern (speziell Mathe) sehr gut genutzt wurden und auf viele Fragen habe ich dort im Archiv schon eine Antwort gefunden. Aber auch auf neue Fragen wurde von den Mitstudierenden schnell reagiert, und teilweise haben sich auch die Profs. eingeschaltet (immer dann, wenn Fragen ohne Antwort geblieben sind oder es in eine ganz falsche Richtung ging).
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