Sabine Mühlhaus-Liebich (36) aus Gelsenkirchen erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2008 in der Kategorie „Lernen mit Handicap“
Unternehmerin mit Herz sieht Krankheit als Ansporn
Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) traf Sabine Mühlhaus-Liebich aus Gelsenkirchen mitten im Leben: Gerade verheiratet und mit einer eigenen Unternehmensberatung selbstständig, musste die 36-Jährige vor fünf Jahren radikal umdenken. Doch die Powerfrau lernte schnell, die Krankheit in ihr Leben zu integrieren und durch ihren offenen Umgang anderen Menschen mit ähnlichem Schicksal Mut zu machen. Sie setzt dafür auf ein starkes Netzwerk und auf Weiterbildungen per Fernunterricht. Bei der SGD Studiengemeinschaft Darmstadt absolvierte sie zunächst einen Personal-Coach-Fernlehrgang und belegt jetzt gleich die nächste SGD-Weiterbildung „Psychotherapie“. Heute ist sie nicht nur als Unternehmerin sehr aktiv. Besonders wichtig ist ihr auch das Engagement für Menschen mit Krankheit und Behinderung im Beruf, zum Beispiel in Form von Coaching.
Für ihre besondere Leistung, sich neben einem anspruchsvollen Beruf für einen ganz neuen Aufgabenbereich weiterzubilden und so einen positiven und Mut machenden Umgang mit ihrer schweren Erkrankung zu finden, verleiht eine unabhängige Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning Sabine Mühlhaus-Liebich den Studienpreis DistancE-Learning 2008 in der Kategorie „Lernen mit Handicap“. Der Preis wird ihr am 15. April 2008 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Andreas Storm übergeben.
Eine Krankheit wie MS verändert das Leben grundlegend – im Fall von Sabine Mühlhaus-Liebich führte sie aber auch zu einer konsequenten Fortsetzung des eigenen Weges: „Niemals aufzugeben, egal was passiert und immer neugierig auf das Leben zu sein, ist mein Motto“, sagt die Studienpreisträgerin, die schon während ihres BWL-Studiums eine studentische Unternehmensberatung gründete. Ihre besonderen kommunikativen Stärken sorgten auch für einen selbstbewussten Umgang mit ihrer MS-Erkrankung. Mit Geschäftspartnern sprach sie von Anfang an ganz offen darüber. Immer häufiger wurde die Unternehmerin mit Herz dabei selbst um Rat gefragt. Manche Menschen vertrauten sich so erstmals jemandem an und sprachen mit ihr über ihre eigenen beruflichen Schwierigkeiten aufgrund von chronischen Krankheiten oder Behinderungen. „Hier möchte ich zukünftig als Coach, auch als Ergänzung zum bestehenden betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement, fundiert unterstützen.“ Fernlernen erwies sich schnell als die optimale Lernmethode für die beruflich aktive Frau, die gleichzeitig auch ihre körperlichen Grenzen akzeptieren muss. „Ich konnte mir meine Zeit frei einteilen und Ruhepausen einlegen, wenn es mir nicht gut ging. Das Fernstudium war eine echte Bereicherung, die Qualität des Studienmaterials hat mich voll und ganz überzeugt!“
„Krankheit oder Behinderung und beruflicher Erfolg schließen sich nicht automatisch aus,“ erklärt Sabine Mühlhaus-Liebich. Das vermittelt sie anderen Betroffenen in ihren Beratungen und auf Vorträgen. Sie selbst ist das beste Beispiel dafür.
Quelle: Presse-Mitteilung
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