Erfahrungsbericht zum Fernstudium Wirtschaftsrecht an der TU Kaiserslautern (ZFUW)

31. Juli 2007

Ein Gastbeitrag von Sebastian Lugert.

Ich bin zurzeit im erst 2. Semester des Fernstudiengangs Wirtschaftsrecht. Aus diesem Grund kann ich hier natürlich keinen vollständigen Bericht abliefern, sondern nur meine bisherigen Eindrücke und Erfahrungen schildern. Einen Vergleich mit anderen Programmen kann ich auch nicht ziehen, da dies mein erstes Fernstudium ist.

Zunächst ein paar allgemeine Informationen:

Der Studiengang soll mit dem akademischen Grad „Master“ abschließen. Akkreditiert ist der Studiengang bisher noch nicht. Im Moment wird meines Wissens nach aufgrund des Berichts der Akkreditierungskomission in einigen Bereichen etwas nachgebessert. Die Verleihung des Master-Abschlusses ist von der Akkreditierung jedoch unabhängig.
Der Studiengang soll rechtliche Grundlagen in Bereichen vermitteln, die für die Unternehmenspraxis relevant sind. Ein Jurist ist man nach dem Studium nicht und das ist auch erklärtermaßen nicht das Ziel des Programms.
Die Eingangsvoraussetzungen für das Studium sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium und Berufstätigkeit (egal in welchem Gebiet).
Mit einem Preis von ca. 750 € pro Semester (also insgesamt ca. 3000 €) ist das Studium vergleichsweise günstig.
Präsenzphasen hält das Programm gering, so dass man nur einmal pro Semester zu einer Veranstaltung muss, bei der auch gleich die Klausuren geschrieben werden.

Nun zu meinen Erfahrungen:

Einstieg

Von Beginn an verlief alles reibungslos. Die Informationsmaterialien, die mir zugeschickt wurden waren sehr viel weniger auf Hochglanz poliert, als die der privaten Anbieter. Zu Beginn des Info-Hefts wurde vor der zeitlichen Belastung gewarnt und auf die Besonderheiten eines universitären Fernstudiums hingewiesen. Das fiel mir sehr positiv auf.
Die Anmeldung verlief problemlos und bei aufkommenden Fragen wurde sofort telefonisch weitergeholfen.

Anspruch

Als nach einiger Zeit die ersten Unterlagen kamen (komplett für das erste Semester), war ich sehr überrascht. Die Ordner waren optisch schön und inhaltlich umfassend. Der Stoff eines Semesters umfasst 5 Module von je ca. 200 Seiten. Zu jedem Modul ist eine Einsendeaufgabe abzugeben, die einen Umfang von ca. 15 Seiten hat.
Der Stoff ist gut aufbereitet, so wird z.B. mit dem ersten Modul ein Einstieg in das juristische Denken geliefert. Das ist hilfreich und studentenfreundlich.
Ab dem zweiten Modul geht es dann ans Eingemachte und in den Paragraphendschungel. Der Anspruch der Module ist relativ hoch, was man aber auch erwarten sollte. Im Vergleich zum Anteil Recht in meinem BWL-Studium wird hier deutlich mehr Inhalt vermittelt und deutlich tiefer gegangen. Das entspricht meinen Erwartungen, schließlich soll man ja auch etwas lernen.

Präsenz

Im Frühjahr war dann die erste Präsenzphase über ein Wochenende. Die Organisation war gut, die Inhalte eine Wiederholung und Vertiefung der Module. Am letzten Tag (SO) wurde die Klausur geschrieben. Das Thema war nicht zu schwer, so dass jeder, der ordentlich gearbeitet hat, die Klausur auf jeden Fall bestehen konnte.

Fazit

Insgesamt bin ich bisher sehr zufrieden mit dem Studiengang. Das Verständnis für Rechtsfragen hat sich enorm verbessert. Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Ich schätze, dass ich im Schnitt so ca. 6-8 Stunden in der Woche für das Fernstudium arbeite. (Ich hatte aber auch schon während meines Erststudiums deutlich weniger Arbeitsaufwand als andere Kommilitonen)
Ich habe das Studium im Bekanntenkreis schon mehrfach weiterempfohlen, so dass im nächsten Durchgang schon zwei Bekannte von mir anfangen werden.
Natürlich muss man immer überlegen, wie das Programm in die eigene Karriereplanung passt. Ich denke, das Programm ist insbesondere für BWL-Absolventen gemacht. Aber auch alle, die zum Beispiel in einer Personalabteilung tätig sind, können mit Sicherheit enorm von dem Studium profitieren.

Über den Autor:

Sebastian Lugert, 27 Jahre
Zurzeit im 2. Semester des oben genannten Fernstudiums, Autor von Blogs zum Thema Globalisierung und zum Thema Management.

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Sebastian für seinen ausführlichen Bericht.

Weiteres Infos zu diesem und anderen Fernstudienangeboten des ZFUW gibt es auch auf Fernstudium-Infos.de.



{ 1 trackback }

Erfahrungsbericht (Teil II) zum Fernstudium Wirtschaftsrecht an der TU Kaiserslautern
2. Juni 2009 um 17:11

{ 2 comments }

Cord Schröder 25. August 2008 um 10:43

Hallo Sebastian,

eine schöne sachliche Beschreibung. Vielen Dank dafür.
Ich werde das nun beginnende Wintersemester bestreiten. Kurze Frage (bin nur zu faul, bei der Uni anzurufen ;-) ):

Muss ich zunächst auf die Immatrikulationsbestätigung warten bzw. dem Stdentenausweis und dann die Semestergebühr überweisen? Zu wann kommen die ersten Unterlagen eigentlich generell? Gleich Anfang September? Oder erst später? Ggf. müsste ich vielleicht doch lieber den Semesterbeitrag sofort überweisen?

LG
Cord

Markus Jung 25. August 2008 um 10:54

Hallo Cord,

ich kann Dir nicht garantieren, dass Sebastian regelmäßig die Kommentare hier im Blog liest. Evtl. solltest Du auf anderem Wege direkt mit ihm Kontakt aufnehmen – oder doch bei der TU Kaiserslautern anrufen.

Viele Grüße
Markus

Comments on this entry are closed.

Previous post:

Next post: