Erfahrungsbericht zum Englisch-Fernunterricht bei der SGD

3. Dezember 2007

Hier ein Gastbeitrag von Marco W.:

Erfahrungsbericht:
Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD)
Cambridge Certificate in Advanced English (Kurs 643)

Gerne möchte ich der Bitte von Markus Jung nachkommen und meine persönlichen Erfahrungen mit dem Englisch-Kurs „Cambridge Certificate in Advanced English“ bei der SGD schildern. Zur Zeit bearbeite ich das Studienmaterial der 5. Lieferung (von insgesamt 6 Lieferungen).

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit habe ich täglich mit Englisch zu tun. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, meine Englischkenntnisse zu verbessern und zudem einen international anerkannten Nachweis meiner Englischkenntnisse anzustreben. Als Einstieg eignete sich für mich das Niveau des „Cambridge Certificate in Advanced English“.

Nach einem kurzen Vergleich verschiedener Anbieter von Vorbereitungskursen entschloss ich mich für den Kurs 643 bei der SGD. Dieser Kurs endet mit einem SGD-Abschlusszeugnis als Beleg der Lehrgangsteilnahme und Bestätigung der erbrachten Leistungen. Die offizielle Prüfung zum Erhalt des „Cambridge Certificate in Advanced English“ erfolgt bei einem autorisierten Cambridge ESOL Centre. Diese Prüfung ist jedoch nicht mehr Bestandteil des SGD-Kurses.

Der Kurs besteht aus insgesamt 27 Lernheften, Audiomaterial auf CDs sowie dem Zugang zum Online-Campus waveLearn. Die von der SGD angegebene Studiendauer beträgt 18 Monate (Betreuungsservice bis 27 Monate) bei einer wöchentlichen Studienzeit von etwa 10 Stunden. Das Studienmaterial wird in sechs Pakete für je drei Studienmonate unterteilt und in diesem Rhythmus automatisch verschickt. Ich bin bisher schneller vorangekommen, sodass ich mir das Studienmaterial vorab angefordert habe. Das hat bisher prima funktioniert. Die SGD unterstützt somit ein sehr flexibles Lernen.

Der Kurs besteht im Einzelnen aus folgenden Lernheften:

  • ENGM01 The Media (*)
  • ENGM02 Life Turning Points (*)
  • ENGM03 Town and Country (*)
  • ENGM04 Crime and Punishment (*)
  • ENGM05 Man and Technology (*)
  • ENGM06 Lifestyles (*)
  • ENGA9A An A to Z of Landeskunde I – The U.S.A.
  • ENGA9B An A to Z of Landeskunde II – The U.S.A. (*)
  • ENGA10A A to Z of Landeskunde I – Britain
  • ENGA10B A to Z of Landeskunde II – Britain (*)
  • ENGM08A Faces and Places I
  • ENGM08B Faces and Places II (*)
  • ENGM09A Family I
  • ENGM09B Family II (*)
  • ENGM10A Technology I
  • ENGM10B Technology II (*)
  • ENGM11A Animals I
  • ENGM11B Animals II (*)
  • ENGM12A Mind and Body I
  • ENGM12B Mind and Body II (*)
  • ENGM13A Buying and Selling I
  • ENGM13B Buying and Selling II (*)
  • ENGM14A Cultural Value I
  • ENGM14B Cultural Value II (*)
  • ENCA05 Reading and Writing (*)
  • ENCA06 English in Use (*)
  • ENCA07 Listening and Speaking (*)

(*) = Einsendeaufgabe
Im Rahmen des Kurses müssen 18 Einsendeaufgaben (siehe oben) an den Fernlehrer eingeschickt werden. Die Gesamtnote ergibt sich dann aus dem Mittel der Einzelbewertungen. Die Einsende­aufgaben sind für eine Bearbeitungszeit von je 3 Zeitstunden ausgelegt. Meist sind folgende Bereiche zu bearbeiten:

  • Comprehension
  • Vocabulary
  • Grammar
  • Comment

Im Abschnitt „Comprehension“ wird ein unbekannter Text (oft auch mehrere Texte) vorgegeben und das Verständnis des Inhalts abgeprüft. Dies geschieht auf verschiedene Art und Weise. Es gibt z. B. Fragen zu dem Text, die mit eigenen Formulierungen beantwortet werden müssen. Des Weiteren können auch Aussagen zum Text vorgegeben sein, die durch „True“ oder „False“ bewertet müssen. Eine wieder andere Methode gibt verschiedene Antworten zu einer Frage/Aussage vor und die richtige Antwort muss ausgewählt werden.

Im Abschnitt „Vocabulary“ wird die Fähigkeit getestet, Wörter mit ähnlicher oder gleicher (deutschen) Bedeutung im richtigen Kontext in Englisch einzusetzen (z. B. voyage, travel, journey, tour). Darüber hinaus werden meist die englischen Idioms hergenommen, zu denen die passende Bedeutung ausgewählt werden muss.

Im Abschnitt „Grammar“ sind Aufgaben zu den Grammatik-Themen des jeweiligen Lernheftes wiederzufinden. Dort müssen z. B. Lückentexte vervollständigt werden oder vorgegebene Sätze nach bestimmten Kriterien umformuliert werden.

Der Abschnitt „Comment“ bietet meist zwei Fragestellung in Anlehnung an das Thema des jeweiligen Lernhefts an. Zu einer der Fragestellung muss dann ein Text frei formuliert werden. Der geforderte Umfang des Textes ist dabei so bemessen, dass ein Thema mit mehreren Argumenten dargelegt werden kann.

Die Lernhefte sind von der Optik her recht unterschiedlich aufgebaut. Das kommt meiner Meinung nach daher, dass die Hefte auch Bestandteil anderer Englisch-Kurse sind. So werden z. B. die Hefte ENGM01 bis ENGM06 auch am Ende des Kurses „Cambridge First Certificate in English“ verwendet. Die Lernhefte vermitteln den themenbezogenen Wortschatz durch viele interessante Texte. Dabei werden wenige Vokabeln übersetzt bzw. durch englische Erklärungen erläutert. In diesem Kurs wird davon ausgegangen, dass sich der Teilnehmer seine Vokabellisten zum Lernen nach seinen Bedürfnissen alleine zusammen­schreibt. Neben den Texten wird die englische Grammatik ausführlich erklärt. Zum Verinnerlichen der Grammatik gibt es viele Übungsaufgaben mit Lösungen am Ende des jeweiligen Lernhefts. Des Weiteren gibt es Vokabelübungen als festen Bestandteil in allen Lernheften. In diesem Zusammenhang wird auch auf spezielle Redeweisen (Idioms) eingegangen. Die Lernhefte sind nahezu vollständig auf Englisch. Es gibt nur sehr selten deutsche Wörter, um etwas zu verdeutlichen.

Das Audiomaterial beinhaltet sehr viele verschiedene englische Texte, um dadurch die Lernhefte zu ergänzen. Darunter sind Diktate, Erzählungen, Interviews und Radiomitschnitte. Insgesamt eine bunte Mischung verschiedener Themen und Dialekte.

Neben dem Einschicken von Einsendeaufgaben gibt es natürlich eine Betreuung während der Bearbeitung des Kurses. Dazu zählt u. a. der Fachlehrer am Telefon. Er kann bei Fragen zu Lernheften, die in sein Aufgabengebiet fallen, angerufen werden. Ich habe das bisher nicht in Anspruch genommen. Das liegt vielleicht auch daran, dass zu Beginn meines Kurses drei Studienhefte nicht besetzt waren. Diese Situation verschlimmerte sich dann allerdings, sodass nur noch zwei Studienhefte besetzt waren. Im Moment sind wieder alle Lernhefte besetzt.

Zu den Fachlehrern am Telefon gibt es den Online-Campus waveLearn. Ich finde waveLearn nicht gut, denn es fördert meiner Meinung nach nicht den Gedankenaustausch zwischen den Teilnehmern. Das Nutzen der Foren (Lehrgangsforum, Lernforum und schwarzes Brett) fällt mir ein wenig schwer. Mein Hauptproblem besteht darin festzustellen, ob eine Antwort auf meinen Beitrag geschrieben wurde, denn es gibt keine eMail-Benachrichtigung oder ähnliches. Das ständige Nachschauen ist zeitaufwändig. Zusätzlich zu den Foren bietet waveLearn eine Chat-Funktion an. Der Treffpunkt in waveLearn erscheint mir jedoch nur für fest geplante Chat-Termine geeignet zu sein. Leider trifft man dort nur selten einen Gesprächspartner an. Neben meinen zaghaften Versuchen in den eher verwaisten Foren meines Lehrgangs nutze ich waveLearn für zwei Dinge:

  • Einsenden der Einsendeaufgaben
  • Fragen an den Tutor

Das Einsenden der Einsendeaufgaben in elektronischer Form funktioniert hervorragend. Die Tutoren kommentieren jeden Fehler in den Lösungen sehr umfangreich. Auch weisen sie auf Schwächen hin, um dem Teilnehmer zu ermöglichen, diese nachzuarbeiten. Die Funktion „Fragen an den Tutor“ gibt es für jedes Studienheft und ich mache auch hin und wieder Gebrauch davon. Bisher habe ich immer innerhalb kurzer Zeit umfassende Antworten zu meinen Fragen bekommen. Diese Art der Betreuung funktioniert sehr gut.

Die bisherige Teilnahme an dem o. g. Kurs hat mir einigermaßen Spaß gemacht. Mein Textverständnis (hören / lesen) sowie meine schriftliche Ausdrucksweise hat sich deutlich verbessert. Das Sprechen hat sich aufgrund fehlender Übung nicht verändert. Mir ist jedoch bewusst, dass ich dazu eine andere Lernform, wie z. B. Abendschule in einer Gruppe, hätte auswählen müssen.

Insgesamt würde ich diesen konkreten Sprachkurs bei der SGD nicht mehr belegen. Das Fehlen von Vokabellisten, um einen angemessenen Wortschatz aufzubauen, empfinde ich als sehr negativ. Dem Argument der SGD an dieser Stelle, dies dem jeweiligen Teilnehmer zu überlassen, stimme ich nicht zu. Das Anlegen von Vokabellisten kostet immens viel Zeit, die ich an dieser Stelle lieber mit Lernen verbringen würde.

Marco W.
Augsburg, 02.12.2007

Vielen Dank an Marco für diesen ausführlichen Bericht. Mehr Infos zum Thema Sprachen lernen per Fernstudium in einem Special auf Fernstudium-Infos.de. Zum Sprachprogramm der SGD am besten das Infomaterial der SGD Studiengemeinschaft Darmstadt anfordern (ist kostenlos und unverbindlich).

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Cambridge Advanced English - Fernstudium-Infos.de
1. Februar 2008 um 21:37

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