Ein Gastbeitrag von Sebastian Lugert.
Nachdem ich schon vor fast zwei Jahren einen ersten Zwischenbericht auf dieser Seite geschrieben habe, möchte ich nun einen Abschlussbericht nachreichen.
Ich habe das Studium im Dezember 2008 erfolgreich abgeschlossen und darf nun den akademischen Grad „Master of Laws (Wirtschaft)“ tragen. Dieser wurde übrigens von der Universität des Saarlandes verliehen und nicht von der TU Kaiserslautern.
Hinweis:
Ich werde in diesem Artikel nicht die grundlegenden Fakten zum Studiengang wiederholen. Dieser Artikel versteht sich als Ergänzung zum ersten Zwischenbericht, wer Interesse am beschriebenen Studiengang hat, sollte sich also auch den ersten Artikel zu Gemüte führen.
Im Studiengang wurden einige Änderungen vorgenommen, so dass meine Beschreibung des Studienganges nicht unbedingt dem entsprechen muss, was einen Studienanfänger erwartet.
Akkreditierung
Als ich meinen ersten Bericht geschrieben habe, war die Akkreditierung des Studienganges noch nicht abgeschlossen. Das ist mittlerweile erfolgt, so dass man sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen muss.
Qualität und Anspruch
Die Qualität der Lernunterlagen war auch im weiteren Verlauf des Studiums von hoher Qualität und der erste Eindruck wurde bestätigt. Der Anspruch war in den Lernunterlagen höher als später in den Klausuren abgefragt wurde. Die Klausuren wären aber sonst auch sehr hart geworden.
Insgesamt bilden die im Studium behandelten Themengebiete einen guten Rundumschlag in den wesentlichen Rechtsgebieten, die für die Wirtschaft relevant sind. Der Wahl der Themen ist daher aus meiner Sicht voll zuzustimmen. Nach Abschluss des Studiums verfügt man über einen guten Überblick über die wesentlichen Problemstellungen, die im Wirtschaftsleben auftreten können.
Zielstellung des Studiums ist es nicht, innerhalt von kurzer Zeit Wirtschaftsjuristen auszubilden, sondern ein Verständnis für die rechtlichen Zusammenhänge im Unternehmensalltag zu schaffen. Hierauf ist aber auch Hinzuweisen: Das Studium hilft, einzuschätzen, in welchen Fällen ein Anwalt nötig ist und es hilft auch, die rechtlichen Konsequenzen des eigenen Handelns abzuschätzen, einen Anwalt ersetzen kann es sicher nicht.
Organisation
Das Studium ist sehr gut organisiert und zeichnet sich wirklich durch einen tollen Service aus. Die Ansprechpartner waren stets telefonisch erreichbar und immer freundlich und absolut hilfsbereit. Negativ anzumerken ist eine sehr lange Wartezeit auf die Korrektur der Masterarbeit. Wobei das aber auch stark vom Korrektor abhängt.
Weiterhin war man während der Phase der Masterarbeit sehr auf sich allein gestellt und ein Kontakt zu den Betreuern war während der Erstellung nicht vorgesehen. (Das führte wohl dazu, dass ich „am Professor vorbei“ geschrieben habe und eine eher schlechte Note für meine Masterarbeit erhalten habe.) Hier sähe ich Potential für Verbesserung, indem man eine gesonderte Präsenzphase für die Masterarbeit ansetzt. Diese Schwächen hängen aber sicher damit zusammen, dass es eben erst der zweite Durchgang des Studiengangs war, wo eben noch nicht alles perfekt laufen kann.
Fazit:
- Insgesamt kann ich das Studium trotz der „Kinderkrankheiten“ voll weiterempfehlen.
- toller Service
- unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
- gute Auswahl der Module
- neben dem Beruf wirklich schaffbar
- interessante Qualifikation (aber Achtung: Kein Jura-Studium)
- Abschlusszeugnis einer „richtigen“ Universität mit angesehener juristischer Ausbildung
Über den Autor:
Sebastian Lugert, 29 Jahre
Absolvent des oben genannten Fernstudiums, betreibt als Hobby Internetseiten zum Thema Laufen und zum Thema Energiesparen.
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