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Erfahrungsbericht: Englisch lernen an der PFFH Darmstadt

24. November 2007

Die aktuellen Ergebnisse der Stiftung Warentest zum Thema Sprachen lernen per Fernunterricht möchte ich zum Anlass nehmen, um meine eigenen Erfahrungen zu schildern.

Während meines Informatik-Fernstudiums an der PFFH Darmstadt war auch Professional English ein Teil des Studiums.

Das Kursmaterial bestand aus zehn Heften, einem Lernprogramm für den PC, Kassetten mit den Texten und einer Leerkassette für Aussprache-Übungen.

Mittlerweile werden wohl statt Kassetten CDs geliefert.

Zu jedem Heft war eine Einsendeaufgabe einzureichen und Sprachübungen auf der Kassette. Diese wurden dann von einem Muttersprachler in UK auch auf der Kassette mündlich korrigiert.

An Präsenzprüfungen fand eine Klausur und eine mündliche Prüfung statt. Die mündliche Prüfung gibt es meines Wissens mittlerweile nicht mehr.

Die Hefte bestanden aus Texten, Übungen, Vokabellisten, Grammatik etc.

Es wurde davon ausgegangen, dass die Teilnehmer schon Englisch-Kenntnisse haben.

Die Aufgaben beschränkten sich nicht auf Übersetzungen, sonder es wurden immer wieder auch eigene Texte gefordert (Briefe, Meinungen etc.).

Ich hatte einen Englisch-LK im Abi. Trotzdem war der Kurs für mich eine umfassende und gründliche Auffrischung. Insbesondere im Bereich Geschäftsenglisch habe ich noch einiges gelernt. Aber auch die Grammatik ist wieder präsenter geworden.

Das Programm auf der CD fand ich nicht so gelungen – aber es war ein nettes Add-On.

Bei der mündlichen Prüfung hat mich ein schon etwas älterer Teilnehmer aus den neuen Bundesländern beeindruckt: Er hatte in der Schule nur russisch und sich vor dem Fernstudium nie mit Englisch beschäftigt. Auf die Prüfung hat er sich ausschließlich anhand der Studienhefte vorbereitet und er hat es tatsächlich geschafft, die Prüfung zu bestehen.

Aus meiner Sicht kann ich daher die Ergebnisse der Stiftung Warentest nicht oder nur zum Teil bestätigen. Mir hat das lernen auf diesem Weg durchaus Spaß gemacht. Und es hat mir auch eine Menge gebracht. Allerdings, meine Aussprache hat sich sicher durch die kurzen Übungen und Feedbacks allenfalls minimal verbessert und gerade beim lernen der Vokabeln war es problematisch, dass diese nur schriftlich vorlagen. Eine vertonte Version wäre hier wichtig gewesen – oder zumindest eine Angabe in Lautschrift. Einige Vokabeln kamen natürlich in den vertonten Texten vor, aber eben nicht alle (es lag auch nur eine Auswahl der Texte auf den Kassetten vor).

Also mein persönlicher Eindruck: Sprachen lernen per Fernunterricht ist möglich. Allerdings eher für Menschen, die schon Grundkenntnisse haben und eher für Leute, die sich Schriftkompetenz aneignen wollen. Um richtig sprechen zu lernen müssen es regelmäßige Präsenzunterrichte sein – besser noch ein Aufenthalt im Ausland.

Mehr Infos zum Thema Sprachen lernen per Fernunterricht im Sonderthema auf Fernstudium-Infos.de.

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