DHfPG: Vereinfachter Zugang zum “Studium ohne Abitur”

15. Juli 2009

Rückwirkend zum 1. Juli 2009 tritt eine gesetzliche Neuregelung in Kraft, die den Zugang zum Studium ohne Abitur/Fachhochschulreife erleichtert: Meister und Fachwirte können ab sofort direkt mit dem Studium beginnen. Die Zulassung für Berufspraktiker mit einschlägiger Berufserfahrung wird deutlich vereinfacht.

Bereits im März dieses Jahres hatte die Kultusministerkonferenz beschlossen die bisherigen Regelungen zu lockern. Nachdem das saarländische Hochschulgesetz entsprechend geändert wurde, setzt nun die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) dies bereits um. Mit dem dualen Bachelor-Studium haben Unternehmer nun die Möglichkeit, sich selbst oder ihre Mitarbeiter, die nicht über Abitur oder Fachhochschulreife verfügen, viel einfacher mit einem Hochschulstudium speziell für den Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und Gesundheit zu qualifizieren. Auch für Quereinsteiger und Brancheninsider bieten sich so neue Chancen zum Hochschulabschluss auch ohne Abitur. Die Regelung gilt für alle Studieninteressenten an allen Studienzentren der Deutschen Hochschule in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz, da die Zulassung auf Basis des saarländischen Hochschulgesetzes erfolgt. Das dreijährige Bachelor-Studium an der Deutschen Hochschule verbindet eine betriebliche Ausbildung und ein Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen. Ein Studienstart ist jederzeit möglich.

Nur ein Prozent der Studierenden in Deutschland schaffte bisher den Zugang zum Studium an einer Hochschule ohne Abitur oder Fachhochschulreife. Im Vergleich dazu studieren zum Beispiel 15 Prozent der Studierenden in England/Wales und neun Prozent der schottischen Studenten ohne Hochschulreife. Ab 1. Juli 2009 können erfahrene Berufspraktiker auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ganz einfach ein Studium an der Deutschen Hochschule beginnen. Auf der einen Seite dürfen Meister und Fachwirte mit bestandener Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer sofort mit einem Hochschulstudium starten, da ihr Abschluss als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung anerkannt wird. Auf der anderen Seite ermöglicht weiterhin die fachgebundene abgeschlossene Berufsausbildung (mindestens zwei Jahre) in Verbindung mit einer dreijährigen Berufspraxis nach der Prüfung durch eine Fachkommission den Zugang zur Hochschule in einem verwandten Fachgebiet. Dabei wurde die Berufspraxis von bisher vier Jahren auf drei verkürzt und die bisher notwendige einschlägige Weiterbildung ist nun nicht mehr erforderlich. Durch diese Vereinfachungen will die Kultusministerkonferenz dem zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenwirken.

Mit der Neuregelung der Zugangsbedingungen für beruflich besonders qualifizierte Studierende haben nun viele Praktiker die Chance ein “Studium ohne Abitur” zu beginnen. Egal ob sich Unternehmer auf Hochschulniveau qualifizieren wollen oder sich langjährige Trainer zu Fachkräften mit dem akademischen Abschluss als “Bachelor of Arts” weiterbilden möchten: Nun ist der Zugang zum Studium auch ohne Abitur/Fachhochschulreife noch einfacher geworden. Auch die Studiomanagerin Kathi Fleig (CH) entschied sich für ein Studium an der Deutschen Hochschule ohne Abitur, weil sie “endlich mal wieder etwas für die eigene Karriere tun wollte.” Der gelernte Krankenpfleger Sascha Biebel (D) studiert ebenfalls als “beruflich besonders qualifizierte Person” an der Deutschen Hochschule. Ihn begeistert vor allem, dass er “das an der Hochschule erworbene Wissen direkt in die Praxis umsetzen kann.” Begeistert ist auch die Studioleiterin Sabine Mali-Mauerhofer aus Österreich, die ihr Studium ebenfalls ohne Abitur/Matura absolvierte: “Immer wieder hatte ich trotz umfassender Praxiserfahrung bei potenziellen Firmenkooperationen Argumentationsschwierigkeiten wegen eines fehlenden, hochwertigen Abschlusses und mangelnder Zeugnisse. Deshalb habe ich mich für einen international anerkannten Bachelor-Studienabschluss entschieden.”

Zum Fachwirt beim Schwesterunternehmen der Hochschule

Wer die Zulassung über einen Fachwirt-Abschluss anstrebt, für den ist das Schwesterunternehmen der Deutschen Hochschule, die BSA-Akademie, der richtige Ansprechpartner: Die BSA-Akademie bietet circa 50 nebenberufliche Qualifikationen für den Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und Gesundheit: angefangen von Basisqualifikationen wie der “Fitnesstrainer-B-Lizenz” und der “Ernährungstrainer-B-Lizenz” über Profiabschlüsse wie den “Lehrer für Fitness” und das “BSA-Personal-Trainer-Zertifikat” bis hin zu den Fachwirtqualifikationen “Fitnessfachwirt” und “Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung”.

{ 2 comments }

sunshine 20. Juli 2009 um 15:07

Ich finde es zwar gut, dass heute der Zugang zum Studium erleichtert wird, allerdings verliert das Studium dadurch auch zunehmend an Stellenwert.

Markus Jung (Fernstudium-Infos.de) 20. Juli 2009 um 22:39

Warum meinst Du, dass das Studium dadurch an Stellenwert verlieren würde? – Das Studium wird doch nicht leichter, wenn man Menschen mit alternativer Qualifikation einen Zugang ermöglicht.

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