Blog Action Day: Fernstudium und Umwelt

15. Oktober 2007

Es gibt ein internationales Projekt Blog Action Day. Ziel der Aktion ist es, dass Blogger weltweit an einem Tag zu einem bestimmten Thema Beiträge in ihren Blogs verfassen. Als Tag für die Aktion wurde der 15. Oktober festgelegt – heute. In diesem Jahr geht es um das Thema Umwelt. Also habe ich mir ein paar Gedanken zum Thema Fernstudium und Umwelt gemacht.

Ist ein Fernstudium umweltfreundlich? – Umweltfreundlicher als ein Präsenzstudium? – Oder schädlicher für die Umwelt?

Diese Fragen habe ich mir gestellt. Und bin zu keinem rechten Ergebnis gekommen.

Hier meine Argumente – bitte in den Kommentaren fortführen. Vielleicht kommen wir ja dann gemeinsam doch noch zu einem Ergebnis.

Ein Fernstudium ist umweltfreundlich, weil…

… Fahrtkosten auf ein Minimum reduziert werden

… von zu Hause aus gelernt wird. Zusätzliche Räume, die gebaut, beheizt etc. werden müssen, fallen also weg

… bei intensivem Einsatz von e-Learning der Papierverbrauch gesenkt wird

Ein Fernstudium ist umweltschädlich, weil…

… die Masse der Unterlagen aus gedruckten Materialien besteht – hoher Papierverbrauch

… viel am PC gearbeitet wird und oft ein separater PC/Notebook für das Studium angeschafft wird. Elektronik ist aufwändig in der Herstellung und verbraucht viele Ressourcen, außerdem erheblicher Stromverbrauch

… wenn gereist wird, dann oft über große Distanzen, da Fernstudenten oft aus dem ganzen Land oder darüber hinaus an einem Ort zusammen kommen

Also… Ich denke ja schon, dass die Bilanz eher positiv für ein Fernstudium aussieht…

Insgesamt haben sich für den Blog Action Day weltweit mehr als 15.000 Blogs angemeldet. Eine Auswahl deutscher teilnehmender Blogs hat das CIO Weblog zusammengestellt.

{ 3 trackbacks }

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15. Oktober 2007 um 11:11
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{ 4 comments }

1 Joerg Hochwald 15. Oktober 2007 um 11:05

Ich persönlich sage mal: 1:0 für das Fernstudium.
Auch wenn ich der Präsenzstudium Typ bin, muss ich zugeben, dass deine Argumente einleuchten :)

2 Sonja 15. Oktober 2007 um 11:22

Ich persönlich sehe da jetzt keinen so klaren Vorteil von Fernstudium gegenüber Präsenz. Die meisten Präsenzstudenten wohnen doch irgendwo in der Nähe einer Uni/FH bzw. ziehen extra in den Ort bzw. ein Wohnheim, um dort zu studieren, was z.B. die weite Anreise oder Autofahren unnötig macht oder öffentliche Verkehrsmittel verwendet werden können. Und auch sonst müssen Präsenzstudenten, genauso wie Fernstudenten, irgendwo Notizen und Ausdrucke anfertigen, Bücher kaufen und Handouts ihrer Profs unterbringen. Ich persönlich kann nur sagen, dass meine Präsenzstudienzeit viele Papierberge mit sich brachte.

3 mijoe 15. Oktober 2007 um 23:12

Danke für den interessanten Vergleich. Der Stromverbrauch des PCs läßt sich leider nicht so einfach beeinflussen, dafür aber die Umweltfreundlichkeit des Stroms. Ein paar Anregungen dazu findet ihr in meinem Beitrag zum Blog Action Day: http://joergs.com/mijoe/2007/10/15/okostrom/

Spannend ist auch die Frage, wie sauber der Strom ist, mit dem die Fernstudienanbieter ihre Online-Präsenzen betreiben…

4 Joerg Hochwald 16. Oktober 2007 um 10:25

@Sonja: Da hast du schon recht. Aber… (Das muss ja kommen)
Ich zum Beispiel: Ich habe seinerzeit in Hanau gewohnt, Studiert habe ich in Frankfurt. Das sind gute 30 KM Tür-zu-Tür gewesen. Damals (Ist bei mir ja schon einen Moment her) war die Anbindung mit den öffentlichen nicht ganz so gut, also: Auto… Weil es flexibler war und viel einfacher.
Heute sieht das hier im Rhein/Main Gebiet aber anders aus: Die Anbindung per S-Bahn usw. ist viel besser geworden, wenn auch teurer. Aber viele Studenten die ich kenne nutzen immer noch lieber ein Auto…

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